Thomas Fredenhagen (* 25. Oktober 1627 in Lübeck; † 20. April 1709 ebenda) war ein Lübecker Kaufmann, Ratsherr und Mäzen der ausgehenden Renaissance.
Er erwarb großen Reichtum als Reeder und Kaufmann im Handel mit Spanien und Portugal. 1692 wurde er Ratsherr und 1695 Kreditgeber der Stadt mit einem „Vorschuss“ von 100.000 Lübischen Mark.
Seit 1680 Kirchenvorsteher der Marienkirche, stiftete Fredenhagen 1697 den als Fredenhagen-Altar bekannten barocken Hochaltar aus Marmor, der von Thomas Quellinus aus Antwerpen geschaffen, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1959 abgebaut wurde. Es handelte sich damals um die größte Stiftung an eine Lübecker Kirche seit der Reformation; der hierfür benötigte Marmor musste von Fredenhagen zweimal beschafft werden, da die erste Ladung bei einem Schiffbruch unterging.[1] Durch eine in den Sockel eingebaute Gruft diente der Altar gleichzeitig als Fredenhagens Grabmal.
Die Saaltäfelung seines von ihm erworbenen Bürgerhauses wurde 1839 als „Fredenhagenzimmer“ in das Haus der Kaufmannschaft in der Breiten Straße 6–8 übernommen. Kassettendecke und Täfelung wurden als reich verziertes Schnitzwerk von dem Bildschnitzer Hans Dreger 1572-83 hergestellt. Die Benennung ist etwas irreführend, da Fredenhagen das Zimmer beim Kauf des Hauses (Ecke Schüsselbuden/Fischstraße) schon übernommen hatte.
Porträts von Thomas Fredenhagen und seiner ersten Ehefrau Katharina, geb. Millies, verw. Hasenkrug († 1693), gemalt 1675 von Godfrey Kneller befinden sich im St. Annen Museum. 1696 heiratete er in zweiter Ehe Elisabeth Hopmann, die Witwe des Predigers an St. Ägidien und Tochter des Superintendenten Samuel Pomarius. Sie starb am 27. November 1708.
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