Als Tranche (franz.: Stück, Scheibe) bezeichnet man den Teil eines Ganzen.
In der Wirtschaft wird dieser Begriff in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht, wenn eine vereinbarte Gesamtmenge (Kontingent) an Geld oder Waren in mehreren Teilen umgesetzt wird.
Bezeichnung für den Teilbetrag einer Wertpapieremission, wobei die Emission der einzelnen Tranchen zu unterschiedlichen Terminen erfolgen kann. Die Ausgestaltung der einzelnen Tranchen in Emissions-, Tilgungsdenomination und Nominalverzinsung kann ebenfalls unterschiedlich gestaltet sein.
In der Wirtschaft wird meistens über einen Rahmenvertrag, eine genau bestimmte Menge Waren über einen ebenso genau bestimmten Zeitraum bestellt. Da der Bestellende diese Waren in der Regel nicht auf einmal benötigt, wird die bestellte Menge in mehrere Tranchen aufgeteilt und zu den jeweils genau bestimmten Terminen an den Bestellenden ausgeliefert. Die Aufteilung eines Rahmenvertrages in mehrere Tranchen hat dabei sowohl für den Bestellenden als auch für den Lieferanten erhebliche Vorteile. Der Bestellende muss nämlich immer nur den Teil der Ware bezahlen und lagern, der in einer Tranche geliefert wird. Der Lieferant hingegen kann über den Zeitraum des Rahmenvertrages seine Produktion entsprechend planen.
Beispiel: Der Autohersteller X bestellt bei dem Zulieferer Y 120.000 Einspritzpumpen, diese Einspritzpumpen sollen im Zuge eines Rahmenvertrages mit einer Laufzeit von 12 Monaten, in Tranchen von monatlich 10.000 Stück geliefert werden.
Im Bankensektor wird mit Kredittranchen gearbeitet. Ein Beispiel dafür ist die Finanzierung von Bauvorhaben. Dort können sich die Tranchen wie folgt gliedern:
Vor allem in der Schweiz wird Tranche als Synonym für Scheibe verwendet. Ein Tranche Brot oder Fleisch entsteht beim Tranchieren.
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