| TenneT TSO GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 21. Dezember 2007(als E.ON Energie 40. Beteiligungs-GmbH) |
| Sitz | Bayreuth |
| Leitung | Martin Fuchs |
| Mitarbeiter | 750[1] |
| Umsatz | 7,9 Mrd. EUR (Stand 2010)[1] |
| Bilanzsumme | 72,6 Mio. EUR(Stand Mai 2009)[2] |
| Branche | Übertragungsnetzbetreiber |
| Website | tennettso.de |
Die TenneT TSO GmbH ist eine deutsche Tochter des niederländischen Stromnetzbetreibers Tennet und betreibt in Deutschland mit 750 Mitarbeitern ein Höchstspannungsnetz (220 kV und 380 kV) mit einer Gesamtlänge von rund 10.700 Kilometern. Damit deckt sie 40 Prozent (140.000 Quadratkilometer) der Fläche in Deutschland ab und versorgt rund 20 Millionen Menschen indirekt mit Strom.[3]
Wegen der marktbeherrschenden Stellung des E.ON-Konzerns, zu dem die Tennet TSO bis Ende 2009 gehörte, verpflichtete sich der Konzern gegenüber der Europäischen Kommission sein deutsches Höchstspannungsnetz an einen Wettbewerber zu verkaufen. Damit erreichte E.ON die Einstellung eines Kartellverfahrens durch die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.[4]
Dieses Vorhaben machte die Gründung einer neuen Gesellschaft nötig, in die das deutsche Höchstspannungsnetz ausgelagert werden konnte. Diese Gesellschaft wurde als transpower stromübertragungs gmbh gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt war die E.ON Netz GmbH Eigentümer des Höchstspannungsnetzes.[5]
Transpower sollte gemäß der Vereinbarung bis zum 1. Dezember 2010 an einen Investor verkauft werden, der bisher keine Interessen in der Stromerzeugung und/oder -versorgung hatte.[3] E.ON hielt diese Vereinbarung ein und verkaufte das Unternehmen zum 1. Januar 2010 an den niederländischen Stromnetzbetreiber Tennet.[6][7] Transpower wurde zum 5. Oktober 2010 dem Namen des Mutterkonzerns angeglichen und heißt seitdem TenneT TSO GmbH.[8]
Eine vollständige Tochtergesellschaft ist die Tennet Offshore GmbH.[9]
Die Übertragungsleitungen der Tennet TSO sind vorwiegend in den Bundesländern Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, sowie in Teilen von Nordrhein-Westfalen zu finden. Die beiden deutschen Betriebszentren befinden sich in Bamberg und Lehrte-Ahlten. Weiterhin verfügt das Unternehmen über 115 Umspannwerke. Die beiden Schaltleitungen, die der Überwachung des Stromnetzes dienen, befinden sich zum einen ebenfalls in Lehrte-Ahlten bei Hannover und zum anderen in Dachau bei München.[10]
2006 begann Tennet (damals noch E.ON Netz) in Schleswig-Holstein auf der 110-kV-Leitung Niebüll–Flensburg einen Feldversuch für Freileitungs-Monitoring, und konnte so die Übertragungskapazität dieser Trasse um zeitweise bis zu 50 % steigern.[11] Mit Stand 2011 hatte Tennet TSO unter Einsatz von 55 Mio. Euro Investitionen mehr als 900 km Höchstspannungsleitungen und 20 Umspannwerke von Hamburg bis Gießen auf Freileitungs-Monitoring umgerüstet.[12]
Über die vorhandenen Übergabestellen zu den Nachbarländern Dänemark, Niederlande, Tschechien und Österreich kann eine weitestgehende Versorgungssicherheit gewährleistet werden. So ist das Übertragungsnetz der Tennet TSO Mitglied im Europäischen Verbundsystem ENTSO-E und nimmt mit der geografischen Lage in Mitteleuropa eine wichtige Transferstellung ein.[13]
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Transpower_Stromübertragungs_GmbH aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |