| Tripura – ত্রিপুরা | |
|---|---|
| Status: | Bundesstaat |
| Hauptstadt: | Agartala |
| Fläche: | 10.492 km² |
| Einwohner: | 3.671.032 (2011) |
| Bevölkerungsdichte: | 350 Einwohner je km² |
| Amtssprache: | Bengalisch, Kokborok, Englisch |
| Gouverneur: | Dnyandeo Yashwantrao Patil |
| Chief Minister: | Manik Sarkar (CPI(M)) |
| Website: | tripura.nic.in |
Tripura (bengalisch: ত্রিপুরা Tripurā) ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 10.492 km² und 3,7 Millionen Einwohnern (Volkszählung 2011). Die Hauptstadt Tripuras ist Agartala, die Landessprachen sind Bengalisch und Kokborok.
Tripura grenzt an die Bundesstaaten Assam (Nordosten) und Mizoram, sowie an Bangladesch.
(Stand: Volkszählung 2001)
| Stadt | Einwohner |
|---|---|
| Agartala | 189.327 |
| Badharghat | 47.660 |
| Jogendranagar | 34.844 |
| Dharmanagar | 30.785 |
| Pratapgarh | 25.890 |
| Udaipur | 21.751 |
| Kailasahar | 20.279 |
| Teliamura | 19.606 |
| Indranagar | 17.679 |
| Khowai | 17.621 |
| Belonia | 15.687 |
Nach der indischen Volkszählung 2011 beträgt die Einwohnerzahl Tripuras 3.671.032. Damit gehört Tripura zu den kleineren Bundesstaaten Indiens: Unter den 28 indischen Bundesstaaten nimmt es den 21. Platz ein. Zwischen 2001 und 2011 wuchs die Einwohnerzahl Tripuras um 14,6 %. Das Bevölkerungswachstum liegt aber etwas unter dem gesamtindischen Durchschnitt von 17,6 %. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 350 Einwohnern pro Quadratkilometer nur wenig unter dem Durchschnitt Indiens (382 Einwohner pro Quadratkilometer).[1] 26,2 % der Einwohner Tripuras leben in Städten.[2]
Tripura hat eine der höchsten Alphabetisierungsraten Indiens: 87,8 % der Bevölkerung können lesen und schreiben (Männer 92,2 %, Frauen 83,2 %). Dieser Wert ist nach Kerala und Mizoram der dritthöchste aller indischen Bundesstaaten und liegt weit über dem gesamtindischen Durchschnitt von 74,0 % (Stand jeweils Volkszählung 2011).[3]
Rund zwei Drittel der Einwohner Tripuras sind Bengalen. Der Rest verteilt sich größtenteils auf verschiedene Adivasi-Stämme. Die indische Volkszählung 2001 klassifiziert 31,1 % der Bevölkerung des Bundesstaats als Scheduled Tribes (Angehörige der Stammesbevölkerung).[4]
| Sprachen in Tripura | ||||
|---|---|---|---|---|
| Sprache | Prozent | |||
| Bengali | 67,4 % | |||
| Kokborok | 25,5 % | |||
| Hindi | 1,7 % | |||
| Andere | 5,4 % | |||
| Verteilung der Sprachen (Zensus 2001)[5] | ||||
Die größte Sprache Tripuras ist Bengali, das nach der Volkszählung 2001 von 67,4 % der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen wird. Während das Bengali zur Gruppe der indoarischen Sprachen gehört, sind unter der Stammesbevölkerung sind verschiedene tibetobirmanische Sprachen verbreitet. Deren wichtigste ist Kokborok (auch Tripuri genannt), dessen Sprecher 25,5 % der Bevölkerung ausmachen.
Als Amtssprache dienen in Tripura Bengali und Kokborok. Englisch ist, wie überall in Indien, als Verkehrs- und Bildungssprache präsent.
| Religionen in Tripura | ||||
|---|---|---|---|---|
| Religion | Prozent | |||
| Hinduismus | 85,6 % | |||
| Islam | 8,0 % | |||
| Christentum | 3,2 % | |||
| Buddhismus | 3,0 % | |||
| Andere | 0,2 % | |||
| Verteilung der Religionen (Zensus 2001)[6] | ||||
Die große Mehrheit der Bevölkerung Tripuras sind Hindus. Nach der Volkszählung 2001 machen sie 85,6 % der Einwohner des Bundesstaates aus. Der Hinduismus wird sowohl von Bengalen als von Angehörigen der Stammesbevölkerung praktiziert. Eine Minderheit von 8,0 %, hauptsächlich muslimische Bengalen, bekennt sich zum Islam. Unter der Stammesbevölkerung gibt es ferner Minderheiten von Christen (3,2 %) und Buddhisten (3,0 %). Bei den Christen handelt es sich größtenteils um Baptisten, in geringerem Umfang auch um Katholiken. Die ursprünglich aus Burma eingewanderten Stämme der Mog, Chakma und Barua praktizieren den Theravada-Buddhismus.
Tripura war ein Fürstenstaat zwischen Bengalen und Assam in Britisch-Indien. Das Fürstentum bestand der Sage nach seit 100 n. Chr. und wurde niemals von den Großmoguln unterworfen, verlor aber 1733 an diese die tiefer gelegenen Gebiete mit Comilla (Distrikt Tippera). Diese kamen 1760 an die Britische Ostindien-Kompanie. Die Briten bezeichneten das verbliebene Fürstentum als Hill Tippera. Der Raja behielt aber großen Grundbesitz in den Distrikten Tippera, Noakhali und Sylhet. 1871–1947 war Tripura britisches Protektorat. Der volle Titel der Herrscher lautete ab 1739 Bisam-Samar-Bijojee Mahamopadhyaya Pancha-Srijukta Maharaj; die Briten erkannten den Maharaja-Titel 1919 an.
Das Land mit der Hauptstadt Agartala hatte 1941 eine Fläche von 10.660 km² und 439.000 Einwohner. In Tripura galt die eigene Tripurabda-Zeitrechnung: Jahr 1 Tripurabda = Jahr 591 n. Chr.
Nachdem Großbritannien Indien 1947 in die Unabhängigkeit entlassen hatte (siehe Geschichte Indiens) wurde Tripura zunächst unabhängig. Die Maharani Kanchan Prabha Devi, die seit 1947 für ihren minderjährigen Sohn Kirit Vikrama Manikya die Regentschaft führte, vollzog am 10. Oktober 1949 den Anschluss an Indien. Nach der indischen Verfassung vom 26. Januar 1950 wurde Manipur ein Staat der Kategorie C, der von einem von der Zentralregierung ernannten Chief Commissioner regiert wurde. Am 1. Juli 1963 wurde Tripura wegen seiner strategischen Lage an der Grenze zu Ost-Pakistan ein zentral verwaltetes Unionsterritorium und erst am 21. Januar 1972 ein Bundesstaat mit vollen Rechten.
Der amtierende Chief Minister ist seit dem 11. März 1998 Manik Sarkar.
Aktuell ist die Region Schauplatz des Tripura-Konflikts.
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