Dienstag, 29. Mai 2012

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UPM-Kymmene

UPM Kymmene Corporation
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN FI0009005987
Gründung 1996
Sitz Helsinki, Finnland
Leitung Jussi Pesonen (CEO)
Mitarbeiter 23.213 (Dezember 2009) [1]
Umsatz 7,719 Mrd. Euro (2009) [1]
Branche Papier, Veredelungs- und Holzprodukte
Website http://www.upm.com

UPM-Kymmene Oyj ist ein finnisches Unternehmen, das Papier, Zellstoff und Holzprodukte herstellt. Es entstand 1996 durch einen Zusammenschluss der Unternehmen Kymmene Oy (1872), Repola Oy (1990) und Yhtyneet Paperitehtaat (1920).

Unternehmensstruktur

UPM in Helsinki

UPM zählt zu den weltweit führenden Forst- und Papierkonzernen. Der Firmensitz ist Helsinki, Finnland. Die Geschäftstätigkeit des international tätigen Unternehmens konzentriert sich auf Magazin- und Zeitungsdruckpapiere, Fein- und Spezialpapiere, Veredelungs- und Holzprodukte. Ab Dezember 2008 wurde die Struktur des Unternehmens auf die drei Sparten „Energy and Pulp“, „Paper“ und „Engineered Materials“ reduziert. In die Verantwortung des Geschäftsbereichs „Energy and Pulp“ fallen Forstwirtschaft, Holzbeschaffung sowie das Nutzholz-Geschäft. Die Entwicklung und Herstellung von Biobrennstoffen ist ebenfalls Teil dieser Einheit. Der Bereich „Paper“ besteht aus dem Magazin-, Fein-, Spezial- und dem Zeitungsdruckpapiergeschäft. Die Sparte „Engineered Materials“ besteht aus den Bereichen Etikettenmaterialien, Sperrholz, Holz-Kunststoff-Verbundmaterialien und RFID.

Das Unternehmen beschäftigt rund 23.000 Mitarbeiter und betreibt Produktionsstätten in 15 Ländern. Im Jahr 2009 verzeichnete der Konzern einen Umsatz von 7,7 Mrd. Euro. Die Aktien von UPM werden an der Wertpapierbörse in Helsinki notiert.[1]

Geschichte

Im Jahr 2001 übernahm UPM die Augsburger Papierfabrik Haindl.[2] Seither sind dessen deutsche Standorte in Augsburg, Schongau und Schwedt/Oder und das österreichische Werk in Steyrermühl Mitglied im UPM-Konzern. Bereits seit 1967 ist Nordland Papier in Dörpen ein Bestandteil von UPM.

Am 21. Dezember 2010 teilte UPM den Kauf von Myllykoski Corporation und Rhein Papier GmbH mit.[3] Die Europäische Kommission stimmte der Übernahme am 13. Juli 2011 ohne Auflagen zu.[4]

Am 31. August 2011 gab UPM die Schließung der Werke Albbruck und Kouvola und die Stilllegung der Papiermaschine 3 in Ettringen bekannt.[5]

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Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2012

Produktionsstandorte

Papier- und Zellstofffabriken

Deutschland

UPM betreibt in Deutschland sieben Produktionsstandorte für Papier.[6]

Der Standort Albbruck wurde Ende 2011 geschlossen.[7]

Österreich

Finnland

Umwelt

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Seit Ende 2009 strebt UPM als Bio- und Forstindustrieunternehmen eine neue Positionierung an. Die Produkte sollen aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden und wiederverwertbar sein. Deshalb bezeichnet sich das Unternehmen heute auch als „Biofore Company“. Der Begriff fasst die Wörter „Bio“ und „Forest“ (engl. für Wald) zusammen.

Das Unternehmen ist der weltweit größte Nutzer von Altpapier für die Herstellung grafischer Papiere und setzt bei der Produktion auf ein ausgewogenes Verhältnis von Recyclingfasern und Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Letzteres wird dadurch sichergestellt, dass der größte Teil des verarbeiteten Holzes nach den internationalen Standards FSC oder PEFC zertifiziert ist. Darüber hinaus sollen Produktkettensysteme sicherstellen, dass das Holz aus legalen und nicht kontroversen Quellen stammt.

Alle Zellstoff- und Papierfabriken von UPM verfügen über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und die meisten europäischen Standorte sind EMAS validiert. Bis auf ein Werk sind alle Sperrholzfabriken und Sägewerke ISO 14001 zertifiziert und das österreichische Sägewerk ist EMAS validiert. Ein großer Teil der Papierprodukte ist mit dem Umweltzeichen der Europäischen Union ausgezeichnet.

UPM-Kymmene wie auch die finnischen Unternehmen Stora Enso und M-real gerät immer wieder in die Schlagzeilen, da es als Großkunde des finnischen Staatswaldes Holz aus Wäldern bezieht, die von Umwelt-Nichtregierungsorganisationen als Urwälder eingestuft wurden, und deren Nutzung Konflikte mit dort ansässigen indigenen Völkern und der Rentierhaltung nach sich zieht.

UPM erhielt 2010 den „Best Innovator“-Preis in der Kategorie „Nachhaltiges Innovationsmanagement“ für den Bodenbelag UPM ProFi Deck, einer Alternative für die Holzbohlen von Terrassen und Balkonen, bei der die Reststoffe aus der firmeneigenen Etikettenproduktion recycelt werden.[8]

Einzelnachweise

  1. abc http://www.upm.com/downloads/compinfo/UPM_AR_09_en_full_online.pdf Jahresbericht 2009]
  2. Presseartikel über den Verkauf von Haindl an UPM-Kymmene
  3. UPM acquires Myllykoski. UPM, 21. Dezember 2010, abgerufen am 6. September 2011 (PDF, englisch): „UPM has signed an agreement to acquire Myllykoski, consisting of Myllykoski Corporation and Rhein Papier GmbH“ 
  4. Foo Yun Chee: EU clears Finnish deal for UPM to acquire Myllykoski. Reuters, 13. Juli 2011, abgerufen am 14. Juli 2011 (englisch). 
  5. Paper News. UPM, 31. August 2011, abgerufen am 31. August 2011 (englisch): „UPM plans to reduce 1.3 million tonnes of paper in Europe“ 
  6. Produktionssstandorte. UPM GmbH, abgerufen am 2. September 2011. 
  7. Kai Oldenburg: Papierfabrik: Investor plant Einstieg. Südkurier, 17. Januar 2012, abgerufen am 21. April 2012: „Die Karl-Gruppe aus Innernzell in Bayern will das komplette Gelände in Albbruck kaufen und einen Industriepark errichten.“ 
  8. Hans-Jürgen Klesse: Teil der DNA. In: WirtschaftsWoche Nr. 5, vom 1. Februar 2010

Weblinks

 Commons: UPM – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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