Dienstag, 29. Mai 2012

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Uniform Naming Convention

Uniform Naming Convention (auch Universal Naming Convention, kurz UNC) wird weitgehend als Standard zur Bezeichnung von Adressen freigegebener Ressourcen in einem Rechnernetz genutzt. Die UNC-Adresse stellt einen Netzwerkpfad dar, über den man Ressourcen anderer Rechner in dem Netzwerk ansprechen und nutzen kann. Diese Ressourcen können Verzeichnisse (auch Ordner oder Dateiordner genannt) oder komplette Laufwerke sein, für die zuvor eine Netzfreigabe erfolgen muss, damit der Zugriff auf die Daten von anderen Rechnern aus möglich ist. Durch die direkte Nutzung einer UNC-Adresse entfällt das Verbinden mit einem Netzlaufwerk, welches man z. B. für die dauerhafte gemeinsame Nutzung von Daten in einem Heim- oder Firmennetzwerk verwenden kann. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, auch auf lokal gelegene Daten über einen UNC-Pfad zuzugreifen.

Syntax

Windows

Netzwerkressourcen

Das Format eines solchen Netzwerkpfades unter Windows ist:

\\Servername\Freigabename\Pfad

bzw.

\\IP-Adresse\Freigabename\Pfad

Dabei ist als Servername immer der Name des Computers einzusetzen, auf dem sich die Daten befinden. Da dieser Rechner die Daten zur Verfügung stellt, fungiert er als Server. Der Computername kann herausgefunden werden:

  • über das Kommando hostname oder ipconfig /all unter dem Punkt Hostname
  • über die Systemeigenschaften: z. B. Rechtsklick auf Arbeitsplatz → Eigenschaften oder in der Systemsteuerung → System

Wenn die IP-Adresse eine IPv6-Adresse ist, muss wegen der nicht erlaubten Doppelpunkte die Schreibweise geändert werden:

statt

\\2001:db8::babe:face:cafe:dead\Freigabename\Pfad

so

\\2001-db8--babe-face-cafe-dead.ipv6-literal.net\Freigabename\Pfad

Die sonst für solche Fälle verwendeten eckigen Klammern funktionieren hier nicht.[1][2]

Der Freigabename ist der Name unter dem die Ressource freigegeben wurde, z. B. ein Ordnername oder ein Laufwerkname.

Der Pfad ist der Verzeichnispfad, in dem z. B. die gewünschte Datei auf der Ressource abgespeichert ist.

Lokale Ressourcen

Das Format für lokale Pfade unter Windows, also Daten, die auf dem verwendeten Rechner selbst vorhanden sind, ist:

\\?\C:\Daten     oder     \\.\C:\Daten

Diese Variante erhöht auch die maximale Pfadlänge von 255 Zeichen auf 32.767 Zeichen.[3]

Linux/Unix/Mac OS X

Das Eingabeformat unter Linux/Unix/Mac OS X ist:

//Servername/Freigabename/Pfad

bzw.

//IP-Adresse/Freigabename/Pfad

Multiple UNC Provider

Mit dem Multiple UNC Provider (MUP) können neben den üblichen SMB-Laufwerksfreigaben auch andere Netzwerkressourcen erreicht werden. Während Unterstützung für DFS schon in älteren Windows-Versionen installiert werden konnte, kann mit einer Windows-Vista-Standardinstallation ein WebDAV-Laufwerk über die Syntax

\\Servername\DavWWWRoot\Pfad

erreicht werden. Die in älteren Windows-Versionen benutzte Syntax

http://Servername/Pfad

funktioniert aber auch mit Windows Vista, zum Beispiel beim Verbinden eines Netzlaufwerks. Eine über SSL gesicherte Verbindung ist mit der Syntax

\\Servername@SSL\DavWWWRoot\Pfad

erreichbar. Die Syntax war hier früher

https://Servername/Pfad

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. IPV6 in UNC-Pfaden. Abgerufen am 19. November 2011 (deutsch). 
  2. IPv6 address #Literal IPv6 addresses in UNC path names in der englischsprachigen Wikipedia
  3. Naming Files, Paths, and Namespaces. In: MSDN. Microsoft, abgerufen am 9. März 2010 (englisch). 
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Diese Seite wurde zuletzt am 19. April 2012 um 17:48 Uhr geändert.

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