| University of Michigan | |
|---|---|
| Motto | Artes, Scientia, Veritas („Künste, Wissen, Wahrheit“) |
| Gründung | 1817 |
| Trägerschaft | öffentliche |
| Ort | Ann Arbor, Vereinigte Staaten |
| Präsident | Mary Sue Coleman |
| Studenten | 41.674 |
| Professoren | 6.238 |
| Stiftungsvermögen | 6,56 Mrd. US-Dollar (2009) |
| Hochschulsport | Gelb & Blau (Big Ten Conference) |
| Website | www.umich.edu |
Die University of Michigan (auch Michigan, U of M, UMich oder U-M genannt) wurde 1817 in Detroit gegründet und zog 1841 nach Ann Arbor, Michigan um. Im Herbst 2009 waren 41.674 Studenten immatrikuliert. Ann Arbor ist der wichtigste Standort des University of Michigan System, welches sich auf zwei weitere Standorte in Dearborn und Flint erstreckt.
Sie zählt heute zu den besten staatlichen Universitäten in den USA, ist eine sogenannte Public Ivy (in Anlehnung an die Universitäten der Sportliga Ivy League) und Mitglied der Association of American Universities, einem seit dem Jahr 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten.
Zudem unterhält die University of Michigan eine der größten lebenden Alumni-Netzwerke der Welt mit mehr als 500.000 Mitgliedern im Jahr 2012.[1] Die Ausgaben der Universität für Forschung beliefen sich im akademischen Jahr 2009/10 auf 1,14 Milliarden US-Dollar und zählen damit zu den höchsten Etats innerhalb aller amerikanischer Hochschulen.[2]
Die University of Michigan war in den 1960er Jahren ein wichtiger Schauplatz des amerikanischen Studentenaktivismus. Bei einem Besuch am 14. Oktober 1960 hielt der Präsidentschaftskandidat John F. Kennedy eine Rede vor der Michigan Union, welche in die Universitätsgeschichte einging und die Studentenbewegung der Universität auslöste.[3]
Die Universität hat etwa 24.800 Studenten mit Studienziel Bachelor (undergraduates) und 14.900 Studenten mit Studienzielen jenseits des Bachelors (graduate students) in 600 Studiengängen. Jedes Jahr treten etwa 6.250 neue Studenten ihr Studium an. Die Studenten kommen aus allen 50 US-Bundesstaaten und mehr als 100 Ländern. In einem typischen Jahr haben achtundneunzig Prozent der Bewerber einen High-School-Notendurchschnitt von besser als 3,0/4,0 GPA. Fast ein Viertel der neuen Studierenden im Jahr 2002 hatten sogar einen perfekten Notendurchschnitt von 4,0. Etwa 23 % der neu eingeschriebenen Studenten gehören ethnischen Minderheiten an.
Ungefähr 65 % der undergraduates sind am College of Literature, Science, and the Arts (LS&A) eingeschrieben, während die engineering school etwa 20 % auf sich vereint. Weniger als 3 % sind in der Ross School of Business eingeschrieben, die im Jahre 2004 nach dem Milliardär Stephen R. Ross benannt wurde, welcher der business school, seiner Alma Mater, 100 Millionen Dollar vermachte. Der Rest der undergraduates studiert an kleineren Fakultäten. Die meisten graduate students sind an der Rackham Graduate School, der hoch angesehenen University of Michigan Law School, der Ross School of Business und der Medical School eingeschrieben. Die Medical School ist Teil eines der größten Gesundheitskomplexe der Welt, des University of Michigan Health System. Andere graduate study programs werden am Taubman College of Architecture and Urban Planning, an der School of Public Health, an der School of Social Work und an der School of Education angeboten. In einem aktuellen Ranking wurden mehr als 70 % der 200 Programme, die an der University of Michigan angeboten werden, unter die jeweiligen zehn Besten der Vereinigten Staaten aufgenommen.
An der University of Michigan lehren und forschen etwas mehr als 6.200 Festangestellte (Faculty), 73 davon sind Mitglieder der renommierten National Academy.
Die akademischen Einheiten der University of Michigan – Ann Abor sind wie folgt gegliedert (in Klammern das Gründungsjahr)
Das Forschungsinstitut Center for Ultrafast Optical Science (CUOS) befasst sich mit der Forschung und Entwicklung von Femtolasern. Das aktuelle Forschungsprojekt trägt den Namen Hercules. Das Institut wurde im Jahre 1990 gegründet und bis 2001 von der National Science Foundation (NSF) unterstützt.
Die Universitätsbibliothek („MLibrary“) umfasst über 7 Millionen Bände.[4] Sie war 2004 eine der ersten Universitätsbibliotheken, die mit Google Books eine Kooperation zum Digitalsieren ihrer Buchbestände einging. Es gibt Hinweise, dass (Stand Oktober 2011) über eine Million Werke digitalisiert wurden.[5]
Auf der Rangliste des bekannten QS World University Rankings liegt die University of Michigan im akademischen Jahr 2011/2012 auf Platz 14,[6] auf der Rangliste der britischen Times of Higher Education im selben Zeitraum auf Platz 18 der besten Universitäten der Welt.[7] Das Ranking der Washington Monthly sieht sie für das Jahr 2011 unter den zehn besten US-amerikanischen Universitäten.[8] Die Universität genießt besonders in den Bereichen Psychologie,[9][10][11] Soziologie [12][13], Politikwissenschaft [14] und in den Geisteswissenschaften [15] einen ausgezeichneten Ruf. So bewertet der Philosophical Gourmet Report (2011) die University of Michigan als eine der vier besten US-Universitäten im Fach Philosophie.[16] Speziell im Bereich Metaethik gilt sie, nicht zuletzt durch das hohe Ansehen der dort tätigen Philosophen Allan Gibbard [17] (vgl. Gibbard-Satterthwaite-Theorem) und Peter Railton,[18] neben Princeton University als beste Universität in der gesamten englischsprachigen Welt (Stand 2011).[19]
Die Sportmannschaften der University of Michigan, die Michigan Wolverines, sind insbesondere im College Football äußerst erfolgreich und haben schon im Jahre 1902 das erste Rose-Bowl-Spiel gewonnen. Zuletzt waren die Wolverines im Jahr 1997 US-amerikanischer Meister. Die Mannschaft spielt im Michigan Stadium, dem größten Universitäts-Stadion der Welt, das trotz einer Kapazität von offiziell 107.501 Plätzen regelmäßig mit über 110.000 Zuschauern gefüllt ist. Der Big Ten Conference sind auch die anderen Sportmannschaften der Universität angeschlossen.
Die University of Michigan unterhält eine Partnerschaft sowohl mit der Eberhard Karls Universität Tübingen als auch mit der WHU in Vallendar.
42.282777777778-83.734722222222
Koordinaten: 42° 16′ 58″ N, 83° 44′ 5″ W
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