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Unterernährung, auch quantitative Mangelernährung genannt, ist eine Form der Mangelernährung, bzw. eine Verringerung der Energiespeicher, verursacht durch eine anhaltende Reduktion der Energiezufuhr. Die WHO definiert eine Unterernährung ab einem Body Mass Index unter 18,5.[1][2] Die WHO verwendet aber die Begriffe Mangelernährung und Unterernährung teilweise als Synonyme.[3]
Die Unterernährung ist vor allem in den Entwicklungsländern weit verbreitet, wo nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund ein Viertel aller Kinder unter fünf Jahren unterernährt sind.[4] Unterernährung kann, besonders im Kindesalter, zum Zurückbleiben in der körperlichen und geistigen Entwicklung (Retardierung), zu schweren Krankheiten und im Extremfall zum Tod führen. Damit einhergehend leiden Betroffene meist unter Eiweiß-, Fett-, Vitamin- und Mineralmangel. Laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist von allen globalen Problemen das größte soziale Problem die Unterernährung beziehungsweise der Hunger. Etwa alle 3,5 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Hunger und Unterernährung – das sind mehr als zehn Millionen Menschen pro Jahr. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren. An Hunger bzw. Unterernährung leiden mehr Menschen als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen.[5]
Daneben kommt in den Industrieländern Unterernährung durch Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa) vor. Auch ältere, allein lebende Menschen und Patienten in Alten- und Pflegeheimen[6] sowie Obdachlose sind gefährdet. Vor allem bei diesen Formen der Mangelernährung ist nicht immer eindeutig, ob es sich um Unterernährung oder Fehlernährung handelt.[1]
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