| Unteroffizier | |
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Dienstgradabzeichen eines Unteroffiziers der Bundeswehr am Feldanzug |
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| Dienstgradgruppe | Unteroffiziere o. P. |
| NATO-Rangcode | OR-5 |
| Dienstgrad Heer/Luftwaffe | Unteroffizier |
| Dienstgrad Marine | Maat |
| Abkürzung (in Listen) | Uffz (U) |
| Besoldungsgruppe | A5 |
Unteroffizier ist ein militärischer Dienstgrad, eine militärische Laufbahngruppe sowie Bezeichnungsbestandteil von Dienstgradgruppen der Bundeswehr.
Die Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) gliedert die Laufbahn der Soldaten der Bundeswehr in drei Laufbahngruppen, wobei gemäß Kapitel 3 SLV die Laufbahngruppe der Unteroffiziere die mittlere (zwischen Mannschaften und Offizieren) bildet. Sie umfasst die Dienstgrade vom Unteroffizier bis zum Oberstabsfeldwebel und die Besoldungsgruppen A5 bis A9 analog zur Laufbahn des Mittleren Dienstes der zivilen Beamten.
Die Laufbahngruppe der Unteroffiziere ist entsprechend der Spezialisierung und angestrebten Dienstgradgruppe noch einmal dreigeteilt: Unteroffiziere des allgemeinen Fachdienstes, Feldwebel des allgemeinen Fachdienstes sowie Feldwebel des Truppendienstes, siehe Unterteilung der Laufbahngruppe der Unteroffiziere.
Zentrale personalführende Dienststelle für alle Unteroffiziere der Bundeswehr ist die Stammdienststelle der Bundeswehr (SDBw) in Köln.
Bei der Bundeswehr wird die Laufbahn der Unteroffiziere durch die ZDv 14/5 Abschnitt B 185 in zwei Dienstgradgruppen unterteilt (erste Zeile Heer/Luftwaffe, zweite Zeile Marine):
Gemäß der Vorgesetztenverordnung sind unter deren Voraussetzungen die Unteroffiziere mit Portepee denen ohne Portepee vorgesetzt.
Die Voraussetzungen zur Einstellung als Unteroffizieranwärter (UA) ist in der Soldatenlaufbahnverordnung festgelegt. Demnach dauert die Ausbildung zum Dienstgrad Unteroffizier (für die Laufbahngruppe der Uffz o.P.) ein Jahr, die zum Feldwebel (für die Laufbahngruppe der Uffz m.P.) drei Jahre (früher vier Jahre). Für die Dauer der Anwärterzeit tragen Untereroffizieranwärter bis zur Beförderung zum Unteroffizier/Maat oberhalb des Dienstgradabzeichens einen Querbalken (silberfarben bei Heer/Luftwaffe, goldfarben bei der Marine). Feldwebelanwärter kennzeichnet eine quer über das untere Ende der Dienstgradabzeichen getragene altgoldfarbene Kordel (Dienstanzug und Feldanzug Heer/Luftwaffe), bei der Marine zwei goldfarbene Querbalken über dem Dienstgradabzeichen der Bootsmannanwärter (Dienstanzug).
In der Schweizer Armee werden Unteroffiziere mit Portepee als „Höhere Unteroffiziere“ bezeichnet. Sie sind den Unteroffizieren vorgesetzt.
Im österreichischen Bundesheer zählen die Dienstgrade vom Wachtmeister aufwärts bis einschließlich Vizeleutnant zur Dienstgradgruppe der Unteroffiziere. Sie sind den Chargen (Mannschaftsdienstgraden) vorgesetzt. Die Dienstgrade Stabswachtmeister aufwärts werden auch als Stabsunteroffiziere bezeichnet.
Dem Dienstgrad Unteroffizier entspricht in vielen Streitkräften der Welt der Sergeant (engl.; franz.: Sergent), seltener der Corporal. In einigen Ländern sind die Dienstgradbezeichnungen der Unteroffiziere auch in zivilen Organisationen gebräuchlich; insbesondere dann, wenn sie dem Militär direkt unterstellt oder militärähnlich strukturiert sind (etwa bei der französischen Feuerwehr und Gendarmerie).
Der Unteroffizier (Abk.: Uffz / in Listen: U) ist in der Bundeswehr der niedrigste Dienstgrad in der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee und in der Laufbahngruppe der Unteroffiziere. In der Deutschen Marine heißt diese Dienstgrad Maat. Offizieranwärter durchlaufen diesen Dienstgrad als Fahnenjunker (Heer, Luftwaffe) oder Seekadett (Marine).
Unteroffiziere können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen grundsätzlich innerhalb umschlossener militärischer Anlagen Befehle gegenüber Angehörigen der Dienstgradgruppe der Mannschaften erteilen, insofern kein höherwertiges Vorgesetztenverhältnis in Bezug auf den Befohlenen dem gegenüber steht.
Die Einstellung als Unteroffizier ist mit einem (Haupt-)Schulabschluss und einem für die Verwendung verwertbaren Berufsabschluss direkt möglich. Daneben besteht die Möglichkeit aus den Reihen der Mannschaften bei fachlicher Eignung und einer „Standzeit“ von mindestens zwölf Monaten zum Unteroffizier befördert zu werden.[1]
| niedrigerer DienstgradOberstabsgefreiter | höherer DienstgradStabsunteroffizier | ||
| Einordnung: Mannschaften - Unteroffiziere o. P. - Unteroffiziere m. P. - Leutnante - Hauptleute - Stabsoffiziere - Generale/AdmiraleÜbersicht · Uniformen | |||
In der Wehrmacht des Deutschen Reiches von 1932 bis 1945 war Unteroffizier sowohl die Bezeichnung für den niedrigsten Unteroffiziersrang als auch die Bezeichnung für die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne und mit Portepee.
Unteroffiziersanwärter
In der Nationalen Volksarmee der DDR war Unteroffizier sowohl die Rangbezeichnung für den niedrigsten Unteroffiziersrang der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee als auch Sammelbezeichnung für das gesamte Unteroffizierskorps. Bezüglich der Rangbezeichnung der einzelnen Unteroffiziersränge und der ausgestaltung der einzelnen Distingtionsabzeichen oder Rangabzeichen wurde hier an die Traditionen der deutschen Streitkräfte bis 1945 angeknüpft.
Für die Ernennung zu ersten Unteroffiziersdienstgrad bzw. zum Unteroffizier der NVA war in der Regel eine Verpflichtungszeit von drei Jahren und der erfolgreiche Abschluß eines Unteroffizierslehrgangs an eine Unteroffiziersschule erforderlich.
| Dienstgrad | ||
| niedriger:Stabsgefreiter | höher:Unterfeldwebel | |
In den Österreichisch-Ungarische Landstreitkräften wurde der Dienstgrad Oberjäger von der Jägertruppe (Feldjäger, Kaiserjäger) und den Landesschützen geführt. Der Dienstgrad entsprach dem Feldwebel bei der Infanterie, bzw dem Wachtmeister der Kavallerie und Artillerie.
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