Montag, 28. Mai 2012

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Urgeschichte Bayerns

Die Urgeschichte Bayerns umfasst den Zeitraum vom frühesten Auftreten des Menschen im heutigen Freistaat Bayern während der Altsteinzeit bis zum Beginn der Frühgeschichte, die in Bayern mit dem Aufkommen schriftlicher Quellen während der Römischen Kaiserzeit beginnt. Während der urgeschichtlichen Epochen gab es bereits bevorzugte Siedlungsräume, die denen der jüngeren Geschichte Bayerns ähneln. Eine bedeutende Rolle spielte zu allen Zeiten das Donautal: zunächst als angenommene Route der Einwanderung des Cro-Magnon-Menschen, später (seit dem Neolithikum) zunehmend als Fernhandelsweg.[1] Im Gegensatz dazu ist der Siedlungsausbau der Mittelgebirge oft erst in der vorrömischen Eisenzeit erfolgt.[2]

Altsteinzeit

Altpaläolithikum

Siedlungsspuren aus dem Altpaläolithikum sind in Bayern bislang nicht eindeutig belegt. Aus der Lössgrube von Attenfeld (Lkr. Neuburg-Schrobenhausen) wurde ein 1989 gefundener Faustkeil (bzw. Proto-Faustkeil) aus Quarzit publiziert, dessen Schichtzusammenhang ihn in die frühe Mindeleiszeit stellt.[3][4] Der Artefaktcharakter des Proto-Faustkeils und weiterer Quarzitobjekte aus den Löss-Schichten von Attenfeld und Hagelstadt (Lkr. Regensburg) wird von anderen Prähistorikern rundweg abgelehnt.[5]

Auch etwa 100, als Fundkomplex schwer zu beurteilende Geröllgeräte aus Weißenbrunn (OT Hummendorf) und von der Wachtersmühle (beide Landkreis Kronach) sind nach morphologischen Kriterien ins Altpaläolithikum zu stellen.[6][7] Die von den Erlanger Prähistorikern Gisela Freund und Lothar Zotz als Artefakte klassifizierten Objekte (Chopper und Chopping Tools) sind aus meist flachen Lyditgeschieben hergestellt und stammen aus Schottern der Rodach. Die Lage auf der 25m- bzw. 40m-Terrasse der Rodach spreche trotz der Tatsache, dass es sich um Oberflächenfunde handelt, für eine „älterpleistozäne“ Einstufung.[6] Später wurde die Einstufung mit „Ende des Riss-Würm-Interglazials“ spezifiziert.[8]

Mittelpaläolithikum

Faustkeil von Pösing, Kreidequarzit, Länge 15 cm

Von Flussterrassen und ihren Schotterkörpern gibt es diverse Einzelfunde von Faustkeilen, wovon die meisten wahrscheinlich in das Jungpleistozän (die frühe Würmeiszeit) zu datieren sind.[9] Eine mögliche Ausnahme bildet der 1961 von Georg Kagermeier gefundene Quarzit-Faustkeil aus Pösing (Lkr. Cham), der wahrscheinlich aus Schottern der Riss-Eiszeit stammt, die der Regen in der Cham-Further Senke abgelagert hat.[10] Als damit ältester bekannt gewordener archäologischer Fund der Oberpfalz hat er inzwischen Eingang ins Pösinger Gemeindewappen gefunden.[11] Er wird heute im Historischen Museum Regensburg präsentiert, wo sein Alter mit 250.000 Jahren angegeben wird.[12] Andere Altersangaben gingen von etwa 100.000 Jahren aus, was damit zusammenhängt, das die Verlagerung der umgebenden Schotter ursprünglich für die Eem-Warmzeit angenommen wurde.[13]

Faustkeile mit Merkmalen, die dem mittelpleistozänen Acheuléen zugeschrieben wurden, stammen aus den Gemarkungen Ried (Lkr. Neuburg/ Donau)[14][15][6], Biburg (Lkr. Kelheim)[16], Saal an der Donau [17] und Wörleschwang (Lkr. Augsburg).[18] Typische Merkmale wurden gemäß François Bordes aus Umrissform und Größenproportionen abgeleitet, die dieser in den 1950-er Jahren zur Unterscheidung von Faustkeilen der letzten und vorletzten Kaltzeit postuliert hatte.[16] So seien die Faustkeile von Pösing, Biburg und Saal aufgrund ihrer gestreckt herz- bis mandelförmigen Umrissform einem mittleren bis oberen Acheuléen zuzuordnen, obwohl der Faustkeil von Saal stratigraphisch eindeutig aus Niederterrassenschottern der Würmeiszeit stammt.[17] Eine Revision bezüglich der Objekte, die aus gesichert mittelpleistozänen Terrassen stammen und damit geologische Argumente ihrer Altersstellung liefern, würde ihre Zahl und damit die Beweise für die Anwesenheit von Homo heidelbergensis in Bayern stark eingrenzen.[19] So schreibt Wolfgang Weißmüller im Jahre 2002: „Profile mit archäologischen Relikten stehen im bayerischen Donauraum erst für den Zeitraum nach der letzten Warmzeit...zur Verfügung.“[5]

Aus dem Mittelpaläolithikum stammen die ältesten Menschenreste Bayerns: In der Schicht M2 der Sesselfelsgrotte bei Essing wurde das Fragment eines Milchbackenzahns (m2 sup. sin.) eines Neandertalers gefunden (Fossilbezeichnung Sesselfelsgrotte 2), das nach dem Schichtzusammenhang mindestens etwa 70.000 Jahre alt ist.[20] Aus derselben Höhle stammt ein weiterer Neandertaler-Milchbackenzahn (m2 inf. sin.) aus den G-Schichten, gemäß dieser Schichtzugehörigkeit etwa 50-40.000 Jahre alt (Fossilbezeichnung Sesselfelsgrotte 3).[20] Hinzu kommt das teilweise erhaltene Skelett eines Neandertaler-Fötus, der offenbar in einer Grube innerhalb der G-Schichten deponiert worden war (Fossilbezeichnung Sesselfelsgrotte 1).[20] In der schräg im Tal gegenüber liegenden Unteren Klausenhöhle fand Manfred Moser aus Regensburg ein stark s-förmig gekrümmtes Schlüsselbeinfragment, für das das Kürzel „Neuessing 3“ vorgeschlagen wurde und das möglicherweise von einem Neandertaler stammt.[20] Ein heute verschollener Milchschneidezahn eines Neandertalers aus der Klausennische wurde 1936 von Wolfgang Abel publiziert.[21] Ein zunächst ebenfalls dem Neandertaler zugeschriebener Weisheitszahn (m3 inf. dex.) aus der Schicht F2 der Höhlenruine Hunas (Hersbrucker Land)[22] wurde in einer Neubestimmung hingegen als rezenter Homo sapiens klassifiziert.[23]

Die größte Kollektion mittelpaläolithischer Artefakte Bayerns (insgesamt etwa 400.000 Objekte) stammt von Ausgrabungen am Speckberg bei Meilenhofen, von denen eine Kollektion in der Archäologischen Staatssammlung ausgestellt ist.[24][25]

Als Siedlungsraum weist das untere Altmühltal und deren Seitentäler in Bayern die größte Fundstellendichte des Mittelpaläolithikums aus der Würmeiszeit auf:

  • Moustérien-Funde aus einer Grabung des Jahres 1915 sind aus dem Großen Schulerloch überliefert.[26][27]
  • Bei Ausgrabungen in der Sesselfelsgrotte von 1964–1981[28] wurden Siedlungsschichten mit Feuersteinartefakten des Moustérien[29] und Micoquien[30] gefunden.
  • Der Hohle Stein bei Schambach diente Gerhard Bosinski zur Bezeichnung des Keilmesser-Typs „Schambach“, womit er zugleich einen Inventartyp des Micoquiens definierte.[31] Einen anderen Inventartyp des Micoqueins stellt ihm zufolge die Klausennische (Neuessing) dar, in dem es außerdem spät-mittelpaläolithische Blattspitzen gibt.
  • fünf mittelpaläolithische Blattspitzen aus der Obernederhöhle[32][33] (nahe Essing) belegen Aufenthalte im späten Mittelpaläolithikum. Trotz des gestörten Schichtzusammenhangs beweisen zwei Jerzmanowice-Spitzen sowie eine massive Knochenspitze, dass diese Höhle auch nachfolgend im frühen Jungpaläolithikum besiedelt war.

Den fundreichsten Platz der Blattspitzen-Gruppe (ca. 60–40.000 vor heute) in Bayern bilden die Weinberghöhlen bei Mauern (OT. von Rennertshofen) im Wellheimer Trockental. Hier wurden seit 1935 durch den Neuburger Kreisheimatpfleger Michael Eckstein erste mittelpaläolithische Funde geborgen. Ausgrabungen wurden 1937 unter Leitung von Robert Rudolf Schmidt, 1937–1939 durch Assien Bohmers[34][35][36] und 1947–1949 unter Leitung von Lothar Zotz durchgeführt.[37] Mittelpaläolithische Blattspitzen gibt es auch aus Kösten, einem Vorort von Lichtenfels (Oberfranken).[38] Im Hohlen Fels bei Happurg (Nürnberger Land) fand Konrad Hörmann schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts mittelpaläolithische Funde und Reste eiszeitlicher Fauna.[39]

Jungpaläolithikum

Ein sehr früher Fundplatz des Aurignacien liegt bei Regensburg an der Fundstelle Keilberg-Kirche.[40] Funde des Aurignacien gibt es außerdem in der Fischleitenhöhle bei Mühlbach (Gde. Dietfurt an der Altmühl) sowie der Obernederhöhle (bei Essing).[32]

Einer der in Bayern seltenen Fundplätze des Gravettiens ist das Abri im Dorf (auch: „Abri Schmidt“'', nach dem Grundbesitzer K. Schmidt) oberhalb der Gemeinde Neu-Essing. Hier wurde 1959 durch Otto Prüfer (Cleveland Museum of Natural History, Ohio/ USA) und dem Erlanger Prähistoriker Lothar Zotz die bisher einzige systematische Grabung durchgeführt.[41][42] Eine aus der basalen Fundschicht (Schicht E) stammende „Schaufel“ aus Mammutelfenbein hat Ähnlichkeiten mit Objekten aus Pavlov und Předmosti (Vorort von Přerov) in Mähren, die aus dieser Kultur stammen.[43] Bei den 1948/49 von Lothar Zotz geleiteten Grabungen in den Weinberghöhlen bei Mauern wurden neben den mittelpaläolithischen Funden in den höher liegenden Schichten auch Funde des Gravettien geborgen, darunter am 24. August 1948 die Rote von Mauern, eine 7,2 Zentimeter große, mit Rötel eingefärbte Kalksteinfigur (Fundlage am äußeren Hang zwischen Höhle 2 und 3).[37] Als Finder dieser so genannten Venusfigurine wird Graf Christoff von Vojkffy genannt.[37] Ein weiterer Fundplatz des Gravettiens liegt bei Salching (Lkr. Straubing-Bogen).[44] In Spardorf bei Erlangen wurde in Löss-Ablagerungen ein Klingenkratzer gefunden, der ebenfalls dem Gravettien zugeschrieben wird.[45]

Der Speckberg bei Meilenhofen enthielt neben dem umfangreichen Inventar des Mittelpaläolithikums auch Schichten des Jungpaläolithikums. Trotz des stratigraphisch oft unklaren Zusammenhangs lässt sich dieses Inventar sehr wahrscheinlich einem späten Jungpaläolithikum zuordnen, mit Anklängen an das Badegoulien.[46] Aus demselben Zeithorizont (kurz nach dem Kältemaximum der Würmeiszeit) stammt die Bestattung aus der Mittleren Klausenhöhle bei Essing, zugleich die älteste erhaltene Bestattung in Deutschland. Das Grab wurde auf 18.590 ± 260 BP (OxA-9856) (14C-Jahre)[47] und von Ferdinand Birkner aufgrund von assoziierten Funden der Solutré-Stufe zugewiesen.[48] In der Oberen Klausenhöhle wurden eine Reihe von Artefakten in zwei Schichten des Magdaléniens gefunden, unter anderem ein verzierter Lochstab. Das Magdalénien ist in Bayern – von wenigen unsicheren Altfundstellen[49] abgesehen – ausschließlich auf den Donauraum und deren Nebentäler (Unteres Altmühltal, Unteres Naabtal) beschränkt. Eine Reihe von Magdalénien-Fundplätzen gibt es in der Umgebung von Regensburg[50][51][52] und im Nördlinger Ries.[53]

Eine gravierte Kalksteinplatte aus dem Hohlenstein (Gemeinde Ederheim, Lkr. Donau-Ries) zeigt einen Pferdekopf und drei schematische Frauensilhouetten vom Gönnersdorfer Typ (spätes Magdalénien).[54] Als magdalénienzeitliche Gravuren bezeichnete Linien an den Felswänden der Mäanderhöhle (Lkr. Bamberg) sind bislang unbestätigt.[55][56]

Spätpaläolithikum

Für das Magdalénien in Nordbayern wurde nur ein Fundplatz der Fränkischen Schweiz ins Feld geführt (Rennerfels, Schicht VI)[49], was später jedoch revidiert wurde.[57]. Stattdessen gibt es hier eine große Anzahl spätpaläolithischer Fundplätze (Rückenmesser-Gruppen)[58], die vom Heimatforscher Werner Schönweiß im Jahre 1974 als „Atzenhofer Gruppe“ bezeichnet wurden.[59] Der namengebende Fundplatz liegt auf einer Düne im heutigen Fürth, die gemäß Schönweiß an das Ende der Jüngeren Dryas zu datieren sei, was der norddeutschen Ahrensburger Kultur entsprechen würde.[60] Der Prähistoriker Friedrich Naber ging später für Fürth-Atzenhof von einem „frühpostglaziales Alter“ der Düne aus, das heißt er stellt das Rückenspitzen-Inventar der Hauptfundschicht ins Frühmesolithikum.[61] Demzufolge wäre der Begriff „Atzenhofer Gruppe“ völlig ungeeignet, um anhand dieser Typlokalität die spätglazielen nordbayerischen „Rückenspitzen-Gruppen“ zu umschreiben. Naber schlug 1974 eine Gliederung in die „Colmberger Gruppe“ vor, die er mit dem Alleröd synchronisierte und synonym auch als Endpaläolithikum bezeichnete, und eine enger gefasste „Atzenhofer Gruppe“ im Epipaläolithikum (hier im Sinne von Frühmesolithikum).[62]

Unabhängig von lokalen Terminologie-Vorschlägen lassen sich die in Bayern das gesamte Postmagdalénien umfassenden „Rückenspitzen-Gruppen“ kaum mit dem überregional gebräuchlichen Begriff Federmesser-Gruppen in Einklang bringen, der ansonsten nur für Fundkomplexe des Alleröd-Interstadials gebräuchlich ist. In Nordbayern wird von einer Laufzeit der Rückenspitzen bis ins Frühmesolithikum ausgegangen.[63] Lediglich der Trend der Mikrolithisierung dieser Leitform kann als chronologischer Anhaltspunkt für solche Inventare dienen. Am Fundplatz Sarching wird die Rückenspitzen-Schicht von einer frühmesolithischen Schicht überlagert, die anhand von 14C-datierten Knochenkohlen auf etwa 8.800 v. Chr. anzusetzen ist. Demzufolge bestehe für die größeren Rückenspitzen eine chronologische Laufzeit von etwa 4.000 Jahren, die nicht näher eingrenzbar sei.[63]

Mittelsteinzeit

Bedeutend war zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Fund eines „Schädelnestes“ von 33 Kopfbestattungen in der Großen Ofnethöhle bei Nördlingen. Da diese Form prähistorischer Teilbestattungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur aus der Höhle von Mas d’Azil bekannt war, wurden die Funde zunächst dem Azilien (der ausgehenden Altsteinzeit) zugeschrieben.[64] Später wurden die Schädel mittels Radiokohlenstoffdatierung auf ca. 7.700 v. Chr. und damit ins Spätmesolithikum datiert.[65]

Der Bauingenieur und Hobby-Archäologe Carl Gumpert führte in den 1920-er Jahren in Abris der Fränkischen Schweiz und des Unteren Altmühltals Ausgrabungen durch, auf deren Grundlage er das regionale Mesolithikum gliederte.[66] Der Prähistoriker Friedrich Naber unternahm in den Jahren 1963–64 weitere Grabungen in Abris der Fränkischen Schweiz, von denen viele bereits durch unwissenschaftliche Grabungen im Schichtzusammenhang zerstört waren. [67] Eine intakte Stratigraphie wies der Abri Schräge Wand im Bärental bei Weismain auf, der neben typischen Mikrolithen auch Siedlungsspuren der Mittelsteinzeit enthielt.[68][69]

Mesolithische Freilandfundplätze wurden auch in den 1970-er Jahren auf einem Sanddünengelände der rechten Donauseite in den Gemarkungen Barbing und Sarching (Lkr. Regensburg) ausgegraben.[63]

Großflächige Ausgrabungen zum Frühmesolithikum wurden im Jahre 2005 nahe dem Hopfensee im Allgäu durchgeführt.[70] Der Fundplatz war bereits seit den 1980-er Jahren durch verschiedene Sondagen bekannt[71]. Er ist Teil einer mesolithischen Siedlungslandschaft, zu der auch der Forggensee gehört.[72][73]

Für das Spätmesolithikum wurde lange Zeit überregional der Begriff Tardenoisien verwendet[74][75], nur in Bayern ist dieser Begriff auch noch in jüngerer Zeit in Verwendung.[76] Die Stufengliederung des südwestdeutschen Beuroniens für das Frühmesolithikum fand indes keinen Eingang in die bayerische Terminologie.

Jungsteinzeit

Frühneolithikum

Die frühneolithische Kultur der Linearbandkeramik (LBK) ließ sich ab ca. 5500 v. Chr. vor allem auf den fruchtbaren Lößflächen sowie entlang größerer Flüsse nieder. Die älteste LBK ist in Bayern mit den Fundplätzen Buchbrunn (Lkr. Kitzingen) und Schwanfeld (Lkr. Schweinfurt)[77] vertreten. Neben den bereits länger bekannten Siedlungen von Zilgendorf und Altenbanz[78] wurde in Oberfranken im Jahre 2010 nördlich von Ebensfeld auf dem Gemeindegebiet von Bad Staffelstein eine große Siedlung der ältesten LBK untersucht.[79]

Ein weiteres Beispiel geben Funde von Bergheim, Lkr. Schrobenhausen. [80] Die Kultur der Linearbandkeramik zeichnet sich durch große Gräberfelder, den Bau von Langhäusern und religiöse Vorstellungen aus, die sich grundlegend von denen der vorangegangenen Jäger- und Sammlergruppen unterschieden. In der Jungfernhöhle bei Tiefenellern wurden in der jüngeren Bandkeramik Sekundärbestattungen niedergelegt.

Mittelneolithikum

Auf die Linearbandkeramik folgt um 4900 v. Chr. das Mittelneolithikum mit der Stichbandkeramik, eine Kulturgruppe, die sich kontinuierlich aus der Kultur der Linearbandkeramik entwickelte. Die Verzierungen auf den Gefäßen wurden nun nicht mehr geritzt, sondern setzten sich aus einzelnen Stichen zusammen. Ein bekannter Fundort aus dieser Zeit ist z. B. Regensburg-Harting. Seit dieser Zeit gibt es im Feuersteinbergwerk von Abensberg-Arnhofen einen unter Tage betriebenen Abbau gebänderter Jurahornsteine.[81] Auch am Ortsrand von Flintsbach gab es Abbaustellen für Jurahornsteine.[82][83]

In Niederbayern und Böhmen bis zum Pilsener Becken bildete sich im Anschluss an die Stichbandkeramik die so genannte Oberlauterbacher Gruppe, eine regionale Entwicklung mit einer einzigartigen Gefäßverzierung (nach Oberlauterbach, Lkr. Landshut).[84] Von dieser archäologischen Kultur sind kaum Gräber bekannt. Wichtige ergrabene Siedlungen der Gruppe Oberlauterbach sind Kothingeichendorf, Künzing-Unternberg (beide mit Kreisgrabenanlage), Geiselhöring und Hienheim (Lkr. Kelheim).

In Unterfranken, besonders dem Main-Gebiet, folgte auf die Linearbandkeramik die mittelneolithische Großgartacher Kultur.

Jungneolithikum

Bereits in die Kupferzeit, nach anderen Chronologieschemata ins Jungneolithikum datierend, gehört die Münchshöfener Kultur, benannt nach dem gleichnamigen Fundort Münchshöfen bei Straubing. Diese Kultur ist stark von Böhmen und Mähren beeinflusst. Typisch in der Keramik sind große Fußschalen, so genannte Pilzschultergefäße und flächig ritzlinienverzierte Gefäße. Kupferfunde aus dieser Zeit sind äußerst selten (z. B. ein Ohrring in der Doppelbestattung vom Straubinger Wasserwerk), doch finden sich am Mitterberg bei Mühlbach am Hochkönig Anzeichen dafür, dass bereits zu dieser Zeit Kupfer abgebaut wurde. Gräber sind bislang nur wenige bekannt. Der jüngste Abschnitt der Münchshöfener Kultur („Spät-Münchshöfen“) war hauptsächlich in Niederbayern verbreitet und gleichzeitig mit der westlich angrenzenden Pollinger Gruppe. Beide Gruppen markieren den Übergang vom frühen zum späten Jungneolithikum, was vor allem an der zunehmenden Verzierungslosigkeit der Keramik und einiger neuer Gefäßformen wie etwa Tassen und Krügen abgelesen werden kann.

Auf die Spät-Münchshöfener Kultur bzw. Pollinger Gruppe folgt um etwa 3800 v. Chr. die Altheimer Gruppe (nach Altheim, einem Ortsteil von Essenbach). Ihre Keramik ist vor allem durch sog. Arkadenränder sowie durch die Verzierungslosigkeit der Feinkeramik gekennzeichnet. Mit dieser Kultur ist in Bayern nun auch ein neuer Siedlungstyp verbunden, da hier erstmals Feuchtbodensiedlungen auftreten. Neben den feucht situierten Wohnplätzen finden sich aber auch Siedlungen auf Mineralböden. Gräber aus dieser Zeit sind so gut wie unbekannt.

Spät- und Endneolithikum

Auf das Jungneolithikum folgt um 3400/3300 v. Chr. das Spätneolithikum mit der Chamer Kultur. Diese wird in Bayern traditionell schon dem Endneolithikum zugerechnet. Im Endneolithikum gibt es außerdem reiche Funde der Schnurkeramik[85][86] sowie der Glockenbecherkultur.[87][88]

Während der Schnurkeramik gab es eine Besiedlung der Fränkischen Schweiz, wie die Siedlung am Motzenstein bei Wattendorf (Lkr. Bamberg) zeigt.[89]

Bronze- und Eisenzeit

Die Frühbronzezeit Bayerns wird vor allem durch die Straubinger Gruppe repräsentiert. Es folgt die mittlere Bronzezeit mit den typischen Hügelgräbern. Die Befestigung bei Bernstorf (Oberbayern) datiert in das 14. Jahrhundert v. Chr.

Ein bedeutender Fundplatz mit Hortfunden der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur (1200–800 v. Chr.) ist der Bullenheimer Berg bei Ippesheim. Als Opferplatz der Urnenfelderzeit nimmt die „Schellnecker Wänd“ bei Essing eine herausragende Stellung ein.[90] Während der Urnenfelderzeit gab es in der Umgebung von Erlangen einige mit Sandsteinplatten eingefasste Gräber („Erlanger Zeichensteine“), die mit eingeritzten Zeichen – wie zum Beispiel der so genannten Dolmengöttin, Sonnensymbolen oder Tannenzweigmustern – versehen waren.[91] Sehr wahrscheinlich stammen diese Ornamente aber aus dem spätkupferzeitlichen bzw. endneolithischen Kulturkreis, und die Platten wurden in der Urnenfelderzeit sekundär als Grabeinfassungen verbaut.[92]

„Kosbacher Altar“ im Erlanger Stadtteil Kosbach. Links daneben der Rand eines Hügelgrabes.

In einem 1913 entdeckten Grabhügel bei Kosbach nahe Erlangen wurden bedeutende Funde der Älteren Urnenfelderzeit (Ha A, 12.–11. Jh. v. Chr.), der späten Hallstattzeit (Ha C-D, 8.-6. Jh. v. Chr.) sowie der Latènezeit (Lt A, 6./5. Jh. v. Chr.) gemacht. Der Fuß des Hügels stößt an den sogenannten „Kosbacher Altar“, eine quadratische Steinsetzung mit vier größeren Ecksteinen und einem phallusartigen Pfeiler in der Mitte. Es handelt sich dabei um einen singulären Grabbau aus der jüngeren Hallstattzeit. Eine Rekonstruktion der Anlage kann heute im Gelände besichtigt werden.[93][94]

Einen weiteren interessanten Fund der späten Hallstattzeit (Hallstatt D) stellt das eiserne Kurzschwert mit Antennenknauf von Möhrendorf dar.[95]

Die Heunischenburg bei Kronach war während der Urnenfelderzeit eine befestigte Höhensiedlung. Für viele Perioden der älteren Urgeschichte ist außerdem der Staffelberg (Gde. Bad Staffelstein (Oberfranken) bedeutend. Davon zeugen heute noch die Reste der Wehranlagen, die die Kelten seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. erbaut und mehrfach erneuert haben.[96] Ein seit dem Neolithikum (Michelsberger Kultur, Schnurkeramik) besiedelter Tafelberg im südlichen Oberfranken ist auch die Ehrenbürg bei Forchheim. Während der Eisenzeit war der Sattel der Ehrenbürg eines der bedeutendsten befestigten Zentren Bayerns. Aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. ist eine Ummauerung des gesamten Plateaus nachgewiesen, mit einer Gesamtlänge der Befestigung von 3,5 km.[97] Im Zuge der Keltenwanderungen des 4. Jahrhunderts v. Chr. wurde die Anlage aufgegeben.

Siehe auch

Literatur

  • Ferdinand Birkner: Der Eiszeitmensch in Bayern. In: Beiträge zur Anthropologie und Urgeschichte Bayerns. Band 19, 1915
  • Ferdinand Birkner: Ur- und Vorzeit Bayerns. Verlag Knorr & Hirth, München, 1936
  • Hansjürgen Müller-Beck: Das obere Altpaläolithikum in Süddeutschland. Teil 1. Text. Habelt in Kommission, Bonn 1957
  • C. Sebastian Sommer (Hrsg.): Archäologie in Bayern – Fenster zur Vergangenheit. Pustet, Regensburg, 2006, ISBN 3-7917-2002-3
  • Thorsten Uthmeier: Micoquien, Aurignacien und Gravettien in Bayern. Archäologische Berichte, Band 18. Bonn, 2004
  • Wolfgang Weißmüller: Alt- und Mittelsteinzeit am Bayerischen Donaulauf zwischen Lech und Inn - Ein Überblick. In: Karl Schmotz (Hrsg.): Vorträge des 20. Niederbayerischen Archäologentages. Verlag M. Leidorf, Rahden/ Westf., 2002, S. 165-201 ISSN 1438-2040

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Karl-Heinz Rieder et al. (Hrsg.): Steinzeitliche Kulturen an Donau und Altmühl. Begleitband zur Ausstellung im Stadtmuseum Ingolstadt. Ingolstadt, 1989 ISBN 3932113187
  2. Bernd Mühldorfer (Hrsg.): Kulthöhlen. Funde-Deutungen-Fakten. Nürnberg, 2002.
  3. Karl-Heinz Rieder: Artefakte des Altpaläolithikums von Attenfeld. In: Das Archäologische Jahr in Bayern 1989. Stuttgart, Theiss, 1990, S. 24-25
  4. Klaus Eberhard Bleich: Gliederung und Untergrund der Lößabfolge von Attenfeld Lkr. Neuburg-Schrobenhausen. In: Karl-Heinz Rieder (Hrsg.): Steinzeitliche Kulturen an Donau und Altmühl. Begleitband zur Ausstellung im Stadtmuseum Ingolstadt, 1989.
  5. ab Wolfgang Weißmüller: Alt- und Mittelsteinzeit am Bayerischen Donaulauf zwischen Lech und Inn - Ein Überblick. In: Karl Schmotz (Hrsg.): Vorträge des 20. Niederbayerischen Archäologentages. Verlag M. Leidorf, Rahden/ Westf., 2002, S. 167
  6. abc Gisela Freund: Die ältere und die mittlere Steinzeit in Bayern. In: Jahresbericht der Bayerischen Bodendenkmalpflege 4, 1963, S. 9-167
  7. Lothar F. Zotz, Gisela Freund: Die mittelpaläolithische Geröllgeräteindustrie aus der Umgebung von Kronach in Oberfranken. In: Materialhefte zur Bayerischen Vorgeschichte, Band 27, 1973. Kallmünz, Verlag Lassleben
  8. Gisela Freund: Der Übergang vom Alt- zum Mittelpaläolithikum in Süddeutschland. In: A. Ronen (Hrsg.): The transition from lower to middle palaeolithic and the origin of modern man. International symposium to commemorate the 50th anniversary of excavations in the Mount Carmel caves by D. A. E. Garrod; University of Haifa, 6.-14. October 1980. Haifa, Applied Scientific Research, 1982
  9. Lothar Zotz: Wichtige alt- und mittelpaläolithische Neufunde aus Bayern. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 30, 1965, S. 9-25
  10. Fred Angerer et al.: Ein Acheuléen-Faustkeil aus dem Regental. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 27, 1962, S. 1-33
  11. Erläuterung des Pösinger Wappens (abgerufen am 5. November 2011)
  12. Abteilung Vorgeschichte des Historischen Museums Regensburg (abgerufen am 5. November 2011)
  13. Website zum Pösinger Faustkeil (abgerufen am 5. November 2011)
  14. Lothar Zotz: Der Faustkeil von Ried. In Quartär, Band 10/11, 1958/59, S. 189-199
  15. Lothar Zotz: Zwei neue altpaläolithische Großgeräte aus Bayern. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 25, 1960, S. 203-207
  16. ab Gisela Freund: Der Faustkeil von Biburg bei Abensberg, Lkr. Kelheim/Donau. In: Quartär, Band 20, 1969, S. 163-174
  17. ab Ingrid Burger: Ein paläolithischer Faustkeil aus Saal an der Donau. In: Das Archäologische Jahr in Bayern 1981. Stuttgart, Theiss, 1982, S. 64-65
  18. Leif Steguweit: Ein Faustkeil von Wörleschwang (Gde. Zusmarshausen, Lkr. Augsburg). In: Archäologie in Bayerisch-Schwaben 2, 2008, S. 18–22
  19. Gisela Freund: Das Paläolithikum im Donaubogen südlich Regensburg. Materialhefte zur Bayerischen Vorgeschichte, Band A 32. Kallmünz, 1977.
  20. abcd Thomas Rathgeber: Fossile Menschenreste aus der Sesselfelsgrotte im unteren Altmühltal (Bayern, Bundesrepublik Deutschland). In: Quartär, Band 53/54, 2006, S. 33-59 (hier speziell: Text und Fußnote 2 auf S. 36)
  21. Wolfgang Abel: Ein menschlicher Milchschneidezahn aus der Klausenhöhle (Ndb.) – Mit einem Fundbericht von H. Obermaier. In: Zeitschrift für Ethnologie, Band 68, 1936, S. 256-259.
  22. Alt, K. W. et al.: The Neanderthalian molar from Hunas, Germany. HOMO – Journal of Comparative Human Biology Bd. 57, 2006, S. 187–200 doi:10.1016/j.jchb.2006.03.002
  23. Kornelius Kupczik, Jean-Jacques Hublin: Mandibular molar root morphology in Neanderthals and Late Pleistocene and recent Homo sapiens. Journal of Human Evolution, Bd. 59, 2010, S. 525–541 doi:10.1016/j.jhevol.2010.05.009
  24. Hansjürgen Müller-Beck: Der Speckberg bei Meilenhofen. Stratigrafie und Streuung des Mittelpaläolithikums. In: Karl-Heinz Rieder et al. (Hrsg.): Steinzeitliche Kulturen an Donau und Altmühl. Begleitband zur Ausstellung im Stadtmuseum Ingolstadt. Ingolstadt, 1989
  25. Karl-Heinz Rieder (Hrsg.): Der Speckberg: 50 Jahre Entdeckung, Ausgrabung und Forschung. Furth, 2011
  26. Ferdinand Birkner: Die eiszeitliche Besiedlung des Schulerloches und des unteren Altmühltales. Abhandlungen der Königlich-Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-physikalische Klasse, Band XXVIII, 5. Abhandlung, München 1916
  27. Marcus Beck: Die Steinartefakte aus dem Großen Schulerloch (Grabung Birkner 1915). Zur Rekonstruktion von Inventaren sowie zur Frage der kulturellen und chronologischen Einordnung eines alt gegrabenen Fundmaterials auf der Basis archäologischer Methoden. (Online-Dissertation, PDF 17 MB)
  28. Die Sesselfelsgrotte
  29. Wolfgang Weißmüller: Die Silexartefakte der Unteren Schichten der Sesselfelsgrotte. Ein Beitrag zum Problem des Moustérien. Quartär-Bibliothek 6, 1995.
  30. Jürgen Richter: Der G-Schichten-Komplex der Sesselfelsgrotte. Zum Verständnis des Micoquien. Sesselfelsgrotte III. Quartär-Bibliothek, Band 7, 1997. Saarbrücken, Verlag SDV.
  31. Gerhard Bosinski: Die mittelpaläolithischen Funde im westlichen Mitteleuropa. Fundamenta A/4. Köln, Graz 1967.
  32. ab Gisela Freund: Das Paläolithikum der Oberneder-Höhle (Ldkr. Kelheim/Donau). Quartär-Bibliothek, Band 5. Saarbrücken, Verlag SDV, 1987
  33. Funde aus der Obernederhöhle
  34. Assien Bohmers: Die Ausgrabungen in den Weinberghöhlen bei Mauern. In: Germanien 1, S. 151-156, mit 8 Abb.
  35. Assien Bohmers: Die Ausgrabungen in den Weinberghöhlen bei Mauern. In: Forschungen und Fortschritte 15, S. 183-185
  36. Assien Bohmers: Die Höhlen von Mauern. In: Palaeohistoria, Vol. 1, 1951, S. 3-107
  37. abc Lothar Zotz (Hrsg.): Das Paläolithikum in den Weinberghöhlen bei Mauern. Bonn, Röhrscheid-Verlag, 1955
  38. Lothar F. Zotz: Kösten, ein Werkplatz des Praesolutréen in Oberfranken. Quartär-Bibliothek, Band 3, 1959
  39. Konrad Hörmann: Der hohle Fels bei Happurg. Abhandlungen der Naturhistorischen Gesellschaft zu Nürnberg 20, 1913, S. 21-63
  40. Thorsten Uthmeier: Vom Sammelfund zum Werkzeugsatz – Rohmaterialeinheiten im Aurignacien der Freilandfundstelle Keilberg-Kirche, Stadt Regensburg (Bayern). In: Gehlen, B., Heinen, M. & A. Tillmann (Hrsg.): Zeit – Räume. Archäologische Berichte 14, Bonn 2001, S. 77–101.
  41. Otto H. Pruefer, The Abri Schmidt, an important upper Palaeolithic site in Bavaria. In: The Journal of Science, Band 61/1, 1961, S. 45-59
  42. Fund aus dem Abri im Dorf
  43. Lothar Zotz, Die Forschungen des Instituts für Urgeschichte der Universität Erlangen im Altmühltal. Prähistorische Zeitschrift 39, 1961, S. 266-273
  44. Wolfgang Weißmüller: Eine Freilandfundstelle des mittleren Jungpaläolithikums (Périgrodien-Gravettien) am Südrand der Straubinger Senke bei Salching, Lkr. Straubing-Bogen. Quartär 37/38, 1987, S. 109–134
  45. Wolfgang Weißmüller: Vorgeschichte im Erlanger Raum. Begleitheft zur Dauerausstellung, Hrsg. vom Stadtmuseum Erlangen, 2002.
  46. Hansjürgen Müller-Beck, Joachim Hahn: Der Speckberg bei Meilenhofen. Archäologie des Jungpaläolithikums. Laßleben, 1982 ISBN 978-3784751207
  47. Martin Street, Thomas Terberger und Jörg Orschiedt: A critical review of the German Paleolithic hominin record. Journal of Human Evolution, Band 51 (6), 2006, S. 551–579, doi:10.1016/j.jhevol.2006.04.014; Volltext (PDF), S. 71
  48. Ferdinand Birkner: Ur- und Vorzeit Bayerns. Knorr & Hirth München, 1936
  49. ab Carl Gumpert: Der madeleinezeitliche “Rennerfels” in der Fränkischen Schweiz. Prähistorische Zeitschrift 22, 1931, S. 56-77
  50. Ludwig Reisch: Eine spätjungpaläolithische Freilandstation im Donautal bei Barbing, Ldkr. Regensburg. Quartär 25, 1974, S. 53-71
  51. Werner Schönweiß: Die Magdalénien-Inventare von „Barbing 2“ und „Barbing 3“, Lkr. Regensburg. Beiträge zur Archäologie in der Oberpfalz und in Regensburg 4/2000, S. 17-42
  52. Steguweit, L. & M. Händel: Ein neuer jungpaläolithischer Fundkomplex aus der Tunnelhöhle bei Sinzing. In: Das Archäologische Jahr in Bayern 2009, S. 11-13
  53. Brigitte Kaulich: Das Paläolithikum des Kaufertsberges bei Lierheim (Gem. Appetshofen, Lkr. Donau-Ries). Quartär 33/34, 1983, S. 29-97
  54. Gerhard Bosinski: Die Kunst der Eiszeit in Deutschland und in der Schweiz. Habelt, Bonn 1982, S. 37 und Tafel 39-42 ISBN 3-7749-1832-5
  55. Gerhard Bosinski: Les figurines féminines de la fin des Temps glaciaires. In: Mille et une femmes de la fin des temps glaciaires. Verlag RMN, 2011 ISBN 978-2711858064
  56. Gerhard Bosinski (Hrsg.): Femme sans tête. Une icône culturelle dans l'Europe de la fin de l'ère glaciaire. Collection Pierres tatouées, 2011 ISBN 9782877724593 (speziell S. 207-215)
  57. Friedrich Naber: Der Rennerfels im Ailsbachtal bei Oberailsfeld/ Ofr. - eine Fundstelle des Magdalénien? Bonner Hefte zur Vorgeschichte 8, 1974, S. 133-154
  58. Marcus Beck, Stefanie Beckert, Sven Feldmann, Brigitte Kaulich, Clemens Pasda: Das Spätpaläolithikum und Mesolithikum in Franken und der Oberpfalz. In: Bericht der Bayerischen Bodendenkmalpflege, Band 50, 2009, S. 269-291
  59. Werner Schönweiß: Fränkisches Epipaläolithikum - Die Atzenhofer Gruppe. In: Bonner Hefte 8, 1974, S. 80-84
  60. Werner Schönweiß: Letzte Eiszeitjäger in der Oberpfalz: Zur Verbreitung der Atzenhofer Gruppe des Endpaläolithikums in Nordbayern. Pressath, Verlag E. Bodner, 1992, S. 7-13. ISBN 9783926817167
  61. Friedrich Naber: Der Versuch einer stratigraphischen Fixierung der Fundstelle Fürth-Atzenhof. Bonner Hefte 8, 1974, S. 121-132
  62. Friedrich Naber: Fränkisches Epipaläolithikum: Gliederung und Chronologie. Bonner Hefte 8, 1974, S. 227-233
  63. abc Martin Heinen: Sarching ’83 und ’89/90 - Untersuchungen zum Spätpaläolithikum und Frühmesolithikum in Südost-Deutschland. Verlag Welt und Erde, Kerpen-Loogh, 2005 ISBN 3-938078-01-4
  64. Robert Rudolf Schmidt: Die spätpaläolithischen Bestattungen der Ofnet. Mannus, 1. Ergänzungsband, 1910, S. 56-63
  65. Jörg Orschiedt: Ofnet. In: Manipulationen an menschlichen, Taphonomische Prozesse, Sekundärbestattungen oder Kannibalismus? Urgeschichtliche Materialhefte 13, 1999, Tübingen, S. 136-151
  66. Carl Gumpert: Fränkisches Mesolithikum. Die steinzeitliche Besiedlung der Fränkischen Rezat und oberen Altmühl im Tardenoisien. Mannus-Bilbliothek 40. Leipzig, 1927
  67. Friedrich B. Naber: Untersuchungen an Industrien postglazialer Jägerkulturen. Epipaläolithikum und Mesolithikum in Mittel- und Oberfranken. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter, Band 35, 1970, S. 1-68
  68. Friedrich B. Naber: Die "Schräge Wand" im Bärental, eine altholozäne Abrifundstelle im nördlichen Oberfranken. In: Quartär, Band 19, 1968, S. 289-321
  69. Funde aus dem Abri Schräge Wand
  70. Stefanie Berg-Hobohm, Carmen Liebermann: Eine mesolithische Freilandstation am Hopfensee, Gemeinde Hopferau, Landkreis Ostallgäu, Schwaben. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2005, S. 13-15
  71. Birgit Gehlen: Hopferau (Landkreis Ostallgäu). Fundchronik für das Jahr 1989, Alt-und Mittelsteinzeit. Bayerische Vorgeschichtsblätter, Beiheft 5, 1992, S. 1-7
  72. Birgit Gehlen: Mesolithische Siedlungsplätze im Landkreis Ostallgäu. Archäologische Informationen 11/2, 1988, S. 222-227
  73. Birgit Gehlen: Innovationen und Netzwerke. Das Spätmesolithikum vom Forggensee (Südbayern) im Kontext des ausgehenden Mesolithikums und des Altneolithikums in der Südhälfte Europas. 2 Bände. Edition Mesolithikum/Édition Mésolithique/Mesolithic Edition 2. Kerpen-Loogh 2010.
  74. Lothar F. Zotz: Kulturgruppen des Tardenoisien in Mitteleuropa. In: Praehistorische Zeitschrift, Band 23 (1-2), 1932, S. 19-44
  75. Carl Gumpert: Der Tardenoisienmensch in der fränkischen Schweiz als Höhlen- und Abrisbewohner. Mannus 21, 1929
  76. Werner Schönweiß: Wachendorf-Süd, eine Freilandstation des Tardenoisien im Landkreis Fürth. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 30, 1965, S. 25-55
  77. Lüning, Jens (Hrsg.): Schwanfeldstudien zur Ältesten Bandkeramik. Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie, Bd. 196. Bonn, Habelt, 2011
  78. W. Schönweiß: Die bandkeramischen Siedlungen von Zilgendorf und Altenbanz. Kataloge der Prähistorischen Staatssammlung Nr. 18, 1976
  79. Pressemitteilung des BLfD nach Abschluß der Grabung bei Stadel
  80. Bandkeramische Funde von Bergheim
  81. Silex-Rohmaterial Abensberg-Arnhofen
  82. Wolfgang Weißmüller: Der Silexabbau von Flintsbach-Hardt, Lkr. Deggendorf (D 27). In: Der Anschnitt 5-6, 1993, S. 170-178
  83. Wolfgang Weißmüller: Der Silexabbau von Flintsbach-Hardt - eine bedeutende Rohmateriallagerstätte für die Steinzeit Südostbayerns. In: Vorträge des 9. Niederbayerischen Archäologentages, Buch am Erlbach, 1991, S. 11-39
  84. Peter Bayerlein: Die Gruppe Oberlauterbach in Niederbayern (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte/Reihe A; 53). Verlag Lassleben, Kallmünz 1985, ISBN 3-7847-5053-2 (zugl. Dissertation Heidelberg 1984)
  85. Schnurkeramischer Becher von Geudendorf
  86. Endneolithischer Griffzungendolch
  87. Paul Reinecke: Die Stufe der spätneolithischen Glockenbecher in Bayern. Bayer. Vorgeschichtsfreund 9, 1930, S. 16-29
  88. Karl Schmotz (Hrsg.): Beiträge zur Kenntnis der Glockenbecherkultur. – In: Vorträge des 9. Niederbayerischen Archäologentages (Deggendorf), 1991, S. 65-136
  89. J. Müller, T. Seregély (Hrsg.): Wattendorf-Motzenstein – eine schnurkeramische Siedlung auf der Nördlichen Frankenalb. Naturwissenschaftliche Ergebnisse und die Rekonstruktion des schnurkeramischen Siedlungswesens in Mitteleuropa. Endneolithische Siedlungsstrukturen in Oberfranken II. Bonn, 2008.
  90. S. Müller: Die „Schellnecker Wänd“ - Ein urnenfelderzeitlicher Opferplatz bei Altessing, Lkr. Kelheim, Niederbayern. In: E. Keller/P. Schauer (Hrsg.): Beiträge zu Kult und Religion der Bronze- und Urnenfelderzeit (Regensburg 2003) S. 107—312
  91. Christian Züchner: Die Erlanger Zeichensteine. Eine besondere Grabform der späten Bronzezeit. In: Vorgeschichte im Erlanger Raum. Begleitheft zur Dauerausstellung, Hrsg. vom Stadtmuseum Erlangen, S. 70–71
  92. Martin Nadler: Spätneolithische Stelen und Petroglyphen? Zu einer Neubewertung der sog. Zeichensteingräber im mittleren Regnitztal. In: Hans-Jürgen Beier, Ralph Einicke, Eric Biermann (Hrsg.): Varia Neolithica VII: Dechsel, Axt, Beil & Co – Werkzeug, Waffe, Kultgegenstand? – Aktuelles aus der Neolithforschung. Beiträge der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Werkzeuge und Waffen im Archäologischen Zentrum Hitzacker 2010. Langenweißbach 2011, S. 171-182
  93. Funde vom Kosbacher Altar
  94. Ausführliche Dokumentation zur Fundstelle Kosbach
  95. Antennenschwert von Möhrendorf
  96. Der Staffelberg in vor- und frühgeschichtlicher Zeit – Online-Ausstellung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Erlangen)]
  97. Björn-Uwe Abels: Die Ehrenbürg. Geologie – Archäologie – Volkskunde. Hrsg. vom Förderkreis Kaiserpfalz e.V. und vom Kulturamt des Landkreises Forchheim, 2009, 109 S., ISBN 978-3-9811274-5-4
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