Vakuumfluktuationen (auch Quanten- oder Nullpunktsfluktuation) sind Teilchen-Antiteilchen-Paare, die in der Quantenfeldtheorie aus dem Vakuum entstehen und wieder zerfallen.
Im Formalismus der Feynman-Diagramme werden sie durch innere Linien ohne offenes Ende beschrieben. Sie gehören damit zu den virtuellen Teilchen, die nicht permanent existieren und Grundlagen der klassischen Physik wie den Energieerhaltungssatz verletzen. Da sie keine Observablen sind, ist ein direkter experimenteller Nachweis nicht möglich.
Vakuumfluktuationen werden als Ausdruck der in Quantenfeldtheorien auftretenden Vakuumenergie verstanden. Der Versuch, diese Energie mit der kosmologischen dunklen Energie zu identifizieren, liefert jedoch für die dunkle Energie ein um viele Größenordnungen (Faktor ~ 10120) größeres Ergebnis als die Beobachtungsdaten es erwarten lassen.
Als indirekte Hinweise auf Vakuumfluktuationen und Vakuumenergie werden der Casimir-Effekt (d. h., im Vakuum entstehen Kräfte auf nahe beieinanderliegende Metallplatten) und die Lamb-Verschiebung interpretiert.
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