| Valve Corporation | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| Gründung | 1996 |
| Sitz | Bellevue, Washington, USA |
| Leitung | Gabe Newell (Mitbegründer und Geschäftsführer) |
| Mitarbeiter | 300+ |
| Branche | Computerspiele |
| Website | valvesoftware.com |
Valve Corporation (deutsch „Ventil“) ist ein Spieleentwicklerunternehmen mit Sitz in Bellevue im US-amerikanischen Bundesstaat Washington.
Valve wurde 1996 von Gabe Newell und Mike Harrington, vormals hochbezahlter Mitarbeiter von Microsoft, gegründet, mit der Absicht, innovativere Spiele als Microsoft zu entwickeln. Das Unternehmen entwickelt Computer- und Konsolenspiele; es hatte im März 2010 über 200 Teil- und Vollzeit-Beschäftigte.[1]
Im Januar 2008 übernahm Valve Turtle Rock Studios, die Macher von „Left 4 Dead“.[2]
Bekannt wurde Valve im November 1998 durch den Erfolg ihres Erstlingswerks Half-Life. Das Spiel konnte dem Genre der Ego-Shooter neue Impulse verleihen und wurde später durch die Community auch um zahlreiche Mods wie zum Beispiel Counter-Strike, Team Fortress Classic oder Day of Defeat erweitert. Insbesondere Counter-Strike ist der meistgespielte Shooter im Internet.
Valve brachte auch eine Einzelspielerversion von Counter-Strike mit dem Namen Counter-Strike: Condition Zero (CS:CZ) auf den Markt. Letzten Endes wurde Condition Zero von Ritual Entertainment und den Turtle Rock Studios entwickelt. Erstere haben die „Deleted Scenes“ – einige Einzelspieler-Missionen – zum Spiel beigesteuert. Das kleine Entwicklerteam der Turtle Rock Studios wurde mittlerweile von Valve übernommen.[2]
Im Jahre 2004 kam eine weitere Version von Counter-Strike auf den Markt, Counter-Strike: Source, welches der Verkaufsversion von Half-Life 2 beilag. Zu der Mod Day of Defeat kam 2006 ebenfalls eine neue Version mit der Source Engine auf den Markt.
Anfang Oktober 2003 gab Gabe Newell, Gründer und Geschäftsführer von Valve, bekannt, dass Unbekannte in die Unternehmensserver eingedrungen waren und den Quellcode von Half-Life 2 gestohlen und im Internet lanciert hatten.[3] Kurz darauf wurde der Veröffentlichungstermin auf unbestimmte Zeit verschoben. Es gab mehrere Meldungen, dass die Entwicklung des Spiels abgeschlossen sei, welche sich aber allesamt als Falschmeldungen herausstellten. In diesem Zusammenhang wurde Half-Life 2 oft als Vaporware bezeichnet. Schon 2003 bekam das Spiel den „Vaporware Award“ des US-amerikanischen Magazins Wired. Am 16. November 2004 erschien Half-Life 2 dann aber schließlich doch noch und konnte an die Erfolge des Vorgängers anschließen und verkaufte sich über vier Millionen Mal.
Valve veröffentlichte zusammen mit Counter Strike 1.6 die Verkaufsplattform Steam, welche es erlaubt, Spiele von Valve über das Internet zu kaufen. Darüber hinaus bietet die Plattform kostenlose Spiele-Trailer, Demos und Programme wie etwa Source Dedicated Server. Valve gilt mit seiner Plattform Steam als Vorreiter des Vertriebs von Spielen über das Internet. Steam wird gratis angeboten und kann von der offiziellen Seite heruntergeladen werden.
Vor der Veröffentlichung von Half-Life 2 im Jahr 2004 gab es zwischen Valve und deren Vertriebspartner Vivendi einen Rechtsstreit, ob Half-Life 2 über Steam vertrieben werden dürfte. Den Rechtsstreit konnte Valve für sich entscheiden, da mit Vivendi schon 2001 ein Vertrag abgeschlossen wurde, der besagt, dass Valve die alleinigen Vertriebsrechte über das Internet hat. Vivendi musste außerdem eine Strafe zahlen, da sie Valve-Produkte über Internet-Cafés zur Verfügung gestellt hatten. Vivendi Universal kündigte den Vertrag mit Valve zum 31. August 2005 und seit 1. September 2005 ist Electronic Arts (EA) der Vertriebspartner für Retail-Versionen von Valve-Spielen.
Die Compilation Orange Box für Xbox 360 und PC wurde am 10. Oktober 2007 veröffentlicht, nachdem der Gold-Status Ende September bestätigt wurde.[4] Neben den erstmals veröffentlichten Titeln Portal, Half-Life 2: Episode Two und Team Fortress 2 (erstmals angekündigt 1998) enthält die Sammlung Half-Life 2 und Half-Life 2: Episode One. Am 12. Dezember 2007 erschien auch die PlayStation-3-Version in den Vereinigten Staaten. Die Verzögerung kam zustande, da die ungewöhnliche Prozessorarchitektur die Entwickler vor Probleme stellte.[5] Valve-Chef Gabe Newell bezeichnete die PlayStation 3 damals als ein „totales Desaster“.[6]
Valve lizenziert die Source Engine an verschiedene Entwicklerstudios, die auf dieser Basis eigene Computerspiele entwickeln können. Dies trifft auch auf die zuvor genutzte GoldSrc-Engine zu. Auch die Online-Vertriebsplattform Steam wird von Valve entwickelt und betrieben. Seit dem Jahr 2004 ist Steam die Standard-Vertriebsplattform aller Projekte des Unternehmens.
Im November 2008 veröffentlichte Valve erstmals offizielle Verkaufszahlen einiger ihrer Computerspiele. Diese Zahlen beziehen sich hierbei auf die verkauften Exemplare im weltweiten Einzelhandel, die über die von Valve entwickelte Vertriebsplattform Steam erfolgten Verkäufe sind nicht bekannt.[10][11]
| Projekt | Verkaufte Exemplare |
|---|---|
| Half-Life | 9.300.000 |
| Half-Life: Blue Shift | 900.000 |
| Half-Life: Opposing Force | 1.100.000 |
| Half-Life 2 | 6.500.000 |
| Half-Life 2: Episode One | 1.400.000 |
| Half-Life 2: Orange Box | 3.000.000 |
| Counter-Strike | 4.600.000 |
| Counter-Strike Xbox | 1.500.000 |
| Counter-Strike: Condition Zero | 2.900.000 |
| Counter-Strike: Source | 2.100.000 |
| Left 4 Dead | 2.500.000 |
| Left 4 Dead 2 | 2.900.000 |
| Portal 2 | 4.000.000[12] |
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