Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten (amtl. United States Department of Defense, DoD) wurde durch die Verabschiedung des National Security Act durch Präsident Harry S. Truman am 10. August 1947 ins Leben gerufen. Es wurde aus bisher selbstständigen Ministerien und Einheiten der Streitkräfte gebildet; als direkter Vorläufer kann das Kriegsministerium (amtl. United States Department of War) angesehen werden. Das Verteidigungsministerium hat seinen Sitz im Pentagon.
Das DoD ist zuständig für sämtliche Belange der Landesverteidigung. In dieser Funktion ist es verantwortlich für die militärische und finanzielle Planung sowie für die Ausbildung, Ausrüstung, Bereitstellung und Führung der US-Streitkräfte.
Der Verteidigungsminister bildet gemeinsam mit dem Präsidenten als Oberbefehlshaber der Streitkräfte die National Command Authority (NCA), welche im Bedarfsfall die Entscheidung über den Einsatz von Kernwaffen fällt.
Das Department of Defense hat für die einzelnen Teilstreitkräfte einzelne Staatssekretäre mit nachgeordneten Fachabteilungen (Departments). Für die US Navy und das US Marine Corps ist das United States Department of the Navy zuständig, für die US Air Force das United States Department of the Air Force und für die US Army schließlich das United States Department of the Army.
Hinzu kommen diverse subalterne Behörden, die dem DoD unterstehen:[3]
Unter Präsident George W. Bush wurde der jährliche Verteidigungsetat der USA auf den Rekordwert von etwa 425 Milliarden US-Dollar angehoben. Das Budget des Haushaltsjahres 2006 beläuft sich auf 419,3 Milliarden US-Dollar.[4] Damit ist dieses Budget das zweitgrößte in den USA nach dem Budget des Gesundheitsministeriums. Nach Mitarbeitern ist das Verteidigungsministerium sogar das größte in den USA mit etwa zwölfmal mehr Mitarbeitern als das Kriegsveteranenministerium, das nach Mitarbeitern zweitgrößte Ministerium.
Zu beachten sind die unterschiedlichen Betrachtungsweisen des Budgets. Der Begriff military budget schließt auch die Ausgaben für die nationalen Atomwaffen des Department of Energy mit ein. Das reine Streitkräftebudget heißt defense budget.
Bereits seit Jahren kritisieren Offiziere, Analysten und Politiker die Budgetierung des US-Militärs. Sie beklagen, dass die Verstärkung des militärischen Apparates bei aller modernen Strukturierung, Ausbildung und Ausrüstung immer noch nur in den Kategorien des Kalten Krieges stattfindet. Daher fordern sie je nach Zugehörigkeit eine zurückhaltendere Außenpolitik mit entsprechend reduzierten Standorten oder Einsätzen, einen effizienteren Einsatz der Steuermittel oder aber ein revolutionäres Umdenken in der militärischen Planung. Diese soll mehr Vertrauen in die Verbündeten und eine bessere Fixierung auf die Bedrohungen des 21. Jahrhunderts beinhalten. So soll zum Beispiel der Verzicht auf militärische Statussymbole wie Kampfpanzer oder die F-22 die Kosten ebenfalls stark senken können.[5]
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