Dienstag, 29. Mai 2012

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Vertriebenenverband

Als Vertriebenenverbände werden Interessenverbände von Flucht oder Vertreibung betroffener bezeichnet.

Die Landsmannschaften der deutschsprachigen Heimatvertriebenen haben nichts mit denjenigen Studentenverbindungen zu tun, die ebenfalls „Landsmannschaften“ heißen.

Nationales

Deutschland und Österreich

Demonstration von Vertriebenenverbänden 1951 in Bonn
40 Jahre Eingliederung heimatvertriebener Deutscher: Briefmarke der Deutschen Bundespost von 1985

In Deutschland und Österreich umfasst der Begriff speziell die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Verbände Deutschsprachigen, der Heimatvertriebenen.

Zunächst nur auf kommunaler Ebene aktiv, bildeten sie ab Sommer 1948, nachdem das Koalitionsverbot der britischen und französischen Besatzungsmacht gelockert und schließlich aufgehoben wurde, überregionale Zusammenschlüsse. Die Vertriebenenverbände sind im deutschen Dachverband Bund der Vertriebenen (BdV) bzw. im österreichischen Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften (VLÖ) organisiert.

Deutschland:

Österreich:

Bosnien und Herzegowina

Nach den Balkankriegen haben sich zahlreiche Vertriebenverbände gegründet. Diese waren in der Koalition für Rückkehr organisiert.[1]

Siehe auch

Literatur

  • Mathias Beer: Zur Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen im deutschen Südwesten nach 1945. Franz Steiner Verlag, 1994, ISBN 978-3-7995-2503-9.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. vergl. Bärbel Bohley: Koalition für Rückkehr. Abschlußbericht über meine Tätigkeit vom 1.12.1997 bis 1.12.1998 in Bosnien. In: baerbelbohley.de. Abgerufen am 7. März 2012. General a.D. Jovan Divjak in Wien verhaftet. In: balkan24. 2011-03-04 14:03, abgerufen am 7. März 2012 (deutsch, mit einer Liste bosnischer Vertriebenverbände, zum Fall Jovan Divjak, dem bosnischseitigen Verteidiger Sarajevos). 
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