Volker Rühe (* 25. September 1942 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1989 bis 1992 Generalsekretär der CDU und von 1992 bis 1998 Bundesminister der Verteidigung.
Nach dem Abitur am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Hamburg-Harburg (1962) absolvierte Rühe ein Lehramtsstudium für Deutsch und Englisch in Hamburg, welches er 1968 mit dem ersten und 1970 mit dem zweiten Staatsexamen für das höhere Lehramt beendete. Er war dann bis 1976 als Lehrer in Hamburg tätig, zuletzt als Oberstudienrat.
Derzeit arbeitet Rühe als Berater für die Private-Equity-Gesellschaft Cerberus.[1]
Rühe ist verheiratet mit Anne Rühe und hat drei Kinder.
Seit 1963 ist er Mitglied der CDU. Von 1972 bis 1974 war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlich-demokratischer und konservativer Jugendverbände (DEMYC) und gehörte von 1973 bis 1975 dem Bundesvorstand der Jungen Union an. Zwischen 1983 und 1989 war er Vorsitzender des Bundesfachausschusses Außen- und Sicherheitspolitik der CDU; danach übernahm er von 1989 bis 1992 unter dem Parteivorsitzenden Helmut Kohl den Posten des Generalsekretärs der CDU. Von November 1998 bis Februar 2000 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.
Von 1970 bis 1976 war er Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft; 1973 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender; von 1976 bis 2005 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1982 bis 1989 sowie von 1998 bis 2002 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Von November 2002 bis Oktober 2005 war er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses.
Rühe zog stets über die Landesliste Hamburg in den Deutschen Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2005 trat er nicht mehr an.
Vom 1992 bis 1998 war Rühe als Bundesminister der Verteidigung Mitglied der Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl.
2000 war er bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein Spitzenkandidat der CDU für das Amt des Ministerpräsidenten, konnte sich jedoch gegen die Amtsinhaberin Heide Simonis (SPD) nicht durchsetzen. Zwar hatte Rühe in den Umfragen vor der Wahl lange Zeit klar vor Simonis gelegen, die Aufdeckung der CDU-Spendenaffäre um Ex-Kanzler Helmut Kohl im Frühjahr 2000 brachte Rühe jedoch um den sicher geglaubten Sieg.
Die Niederlage in Schleswig-Holstein bedeutete zugleich das Ende seiner bundespolitischen Ambitionen.[2]
Im Juli 2011 forderte Rühe, einen von der schwarz-gelben Bundesregierung befürworteten Verkauf von 200 Leopard-2-Panzern an Saudi-Arabien nicht zu tätigen.[3]
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