Währungskrise nennt man eine volkswirtschaftliche Krise, die durch eine plötzliche starke Abwertung einer Währung oder durch das ungewollte Aufgeben eines festen Wechselkurses zu einer oder mehreren anderen Währungen oder zum Gold ausgelöst wird. Nicht selten mündet eine Währungskrise in eine Finanz- und Wirtschaftskrise.
Die Gründe für eine Währungskrise können in schlechten makroökonomischen Fundamentaldaten liegen (z.B. Überschuldung des Staates), so dass ein fester Wechselkurs drastisch überbewertet ist. Die Anleger erwarten langfristig eine Korrektur des Paritätskurses und bringen mit ihrer „Spekulation gegen die Währung“ die Krise zum Ausbruch. Das bedeutet, dass sie die unsichere Währung meiden und in sicheren Währungen investieren („Kapitalflucht“), weil sie eine starke Abwertung erwarten. Eben dies kann die tatsächliche Abwertung auslösen. Andere Gründe können sich selbst erfüllende, jedoch nicht durch makroökonomische Fundamentaldaten begründete Erwartungen von Anlegern sein.
Eine Bankenkrise löst dann eine Flucht aus dieser Währung aus. In der Regel können Währungskrisen als Resultat einer entsprechenden Bewertung makroökonomischer oder wirtschaftspolitischer Fehlentwicklungen durch den internationalen Kapitalmarkt interpretiert werden.
Beispiele sind die Dollarkrise 1971, die so genannte „Tequila-Krise“ in Mexiko 1994, die Asienkrise 1997 oder die Brasilienkrise 1999.
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