Die Wau Holland Stiftung (WHS) ist eine 2003 gegründete und 2004 als gemeinnützig anerkannte Stiftung mit Sitz in Hamburg,[1][2] die den Nachlass des 2001 verstorbenen Hackers und Journalisten Wau Holland verwalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen will. Planungen hierfür begannen schon Ende 2001.[3][4] Die Stiftung steht dem von Holland mitbegründeten Chaos Computer Club nahe und hat zum Ziel, sein Lebenswerk unter anderem auf den Gebieten der Technikfolgenabschätzung, der Technikgeschichte und der Informationsfreiheit fortzuführen. Konkret fördert sie den Einsatz elektronischer Medien zu Bildungszwecken sowie Veranstaltungen über die gesellschaftlichen Aspekte neuer Techniken.
Projekte der Stiftung, jeweils in Zusammenarbeit mit dem Chaos Computer Club, sind ein „Archiv für Neue Technikgeschichte (Hackerarchiv)“, welches die Geschichte der Szene dokumentieren soll,[5][6] sowie die Kampagne gegen Wahlcomputer.[7] Des Weiteren nimmt die Stiftung in Europa Spenden für die Unterstützung der Website WikiLeaks an, welche von ihr bislang mit 750.000 Euro bedacht wurde.[8][9] Am 3. Dezember 2010 wurde das PayPal-Konto der Wau Holland Stiftung - wie das Wikileaks-Konto selbst - wegen „illegaler Aktivitäten“ von PayPal gesperrt. Die Stiftung hat damit keinen Zugriff auf verbleibende rund 10.000 Euro und kündigte am 7. Dezember rechtliche Schritte gegen Paypal an.[10][11]
Das verzinsliche angelegte Stiftungskapital beträgt gegenwärtig rund 62.000 Euro (Stand Dezember 2010); weiterer Vermögensbestand ist eine kleinere landwirtschaftliche Fläche, die verpachtet ist.[1]
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wau_Holland_Stiftung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |