Dienstag, 29. Mai 2012

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Weltorganisation für Tiergesundheit

Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) (englisch: World Organisation for Animal Health) ist eine Internationale Organisation mit Sitz in Paris.

Die Organisation wurde 1924 unter dem Namen Office International des Epizooties auf Anregung des Generalsekretärs des Völkerbunds von anfangs 28 Staaten gegründet. Unmittelbarer Anlass war ein Ausbruch der Rinderpest im Jahr 1920 in Belgien, nachdem Zebus während ihres Transports von Indien nach Brasilien die Seuche in Antwerpen verbreitet hatten.

Oberstes Organ der OIE ist das Internationale Komitee, das aus je einem Vertreter jedes Mitgliedstaates besteht. Es beruft einen Generaldirektor als Leiter des OIE-Zentralbüros; seit dem 1. Januar 2001 ist dies der französische Veterinärmediziner Bernard Vallat. Ihm steht in Paris u.a. eine Verwaltungskommission zur Seite; in anderen Weltregionen verfügt die OIE jeweils über weitere regionale Kommissionen. Ferner existieren vier Fachkommissionen: für die wissenschaftliche Analyse von Tierseuchen, für Standards in der Tierhaltung, für Laborstandards sowie für Wasserlebewesen.

Die OIE kooperiert auf der Basis von Verträgen mit zahlreichen anderen Internationalen Organisationen wie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie mit Nichtregierungsorganisationen wie der International Federation for Animal Health, der International Veterinary Biosafety Workgroup und der World Veterinary Association.

Aufgaben der OIE

In Arbeitsteilung mit der unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg von den Vereinten Nationen gegründeten FAO und der WHO ist die OIE u.a. für folgende Aufgaben zuständig:

  • Transparenz: Alle Mitgliedstaaten sind verpflichtet, die Ausbrüche bestimmter Tierseuchen an die OIE zu melden, die sie an die anderen Staaten weiterleitet, damit dort geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen werden können.
  • Sammlung wissenschaftlicher Daten: Die OIE sammelt alle verfügbaren Veröffentlichungen zu Tierseuchen und deren Bekämpfung und stellt sie den Mitgliedstaaten zur Verfügung.
  • Internationale Zusammenarbeit: Die OIE fördert den wissenschaftlichen Austausch über Ländergrenzen hinweg.
  • Ausarbeitung von Standards: Die OIE arbeitet Richtlinien aus für die Bekämpfung von Tierseuchen und Normen für eine hygienische Tierhaltung.
  • Entwicklungshilfe: Die OIE unterstützt Entwicklungsländer bei Maßnahmen zur Vorbeugung gegen das Ausbrechen von Tierseuchen.
  • Lebensmittelsicherheit: Die OIE versteht die Bekämpfung von Tierseuchen durch optimierte Haltungsbedingungen als einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität von Lebensmitteln tierischer Herkunft.

Zu den Tierseuchen, die an die OIE gemeldet werden müssen, gehören sämtliche bedeutenden Krankheiten von Pferden, Kühen, Schweinen, Schafen und Ziegen, von Geflügel, Fischen, Bienen, Krebstieren, Muscheln und Schnecken.

Siehe auch

Weblinks

  • www.oie.int Webseite der OIE (englisch, französisch u. spanisch)
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Diese Seite wurde zuletzt am 18. Oktober 2011 um 16:10 Uhr geändert.

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