| Wincor Nixdorf AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE000A0CAYB2 |
| Gründung | 1999 |
| Sitz | Paderborn, Deutschland |
| Leitung | Eckard Heidloff, Vorstandsvorsitzender |
| Mitarbeiter | ca. 9.200 (September 2011)[1] |
| Umsatz | 2,328 Mrd EUR (2010/2011)[1] |
| Branche | Informationstechnik |
| Website | www.wincor-nixdorf.com |
Die börsennotierte Wincor Nixdorf AG mit Hauptsitz in Paderborn ist einer der weltweit führenden Anbieter von IT-Lösungen und Services für Retailbanken und Handelsunternehmen. Zum Produktportfolio gehören Geldautomaten, Kiosksysteme und Computerkassen, die so genannten POS-Terminals. Zum Leistungsspektrum gehören außerdem Anwendungsprogramme, Dienstleistung und IT-Consulting für Handelsunternehmen, Banken, Lotteriegesellschaften und Unternehmen aus verwandten Bereichen. Ebenso produziert Wincor Nixdorf Leergutautomaten für den Einzelhandel.
In den Branchen Banken und Handel geht es für die Wincor Nixdorf darum, Prozesse insbesondere an der Schnittstelle zum Verbraucher durch Informationstechnologie neu zu gestalten und die Geschäftsprozesse in den Filialen von Banken und Handelsunternehmen zu optimieren. Wincor Nixdorf ist in über 40 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und in mehr als 100 Ländern über Partnerunternehmen vertreten. Das Unternehmen ist im MDAX notiert.
Wincor Nixdorf wurde am 1. Oktober 1999 als eigenständige Gesellschaft gegründet. Vorläuferunternehmen waren die Siemens Nixdorf Retail & Banking Systems GmbH (1998-1999), die Siemens Nixdorf Informationssysteme AG (1990-1998), die Nixdorf Computer AG (1968-1990) und das Labor für Impulstechnik (1952-1968) des deutschen Computerpioniers Heinz Nixdorf.
Die Umbenennung von Siemens Nixdorf in Wincor Nixdorf wurde nach dem Kauf 1999 durch KKR (Kohlberg Kravis Roberts & Co.) und Goldman Sachs getätigt. Die Investoren kauften 90 % der Anteile und das damalige Management die restlichen 10 %. Der Kaufpreis betrug 1,44 Mrd. D-Mark. Der Namensteil Wincor steht für „win“ und „core“ – für Gewinnen und für Kernkompetenz in den Branchen Handel und Banken.[2]
KKR und Goldmann Sachs haben seit dem Börsengang von Wincor Nixdorf im Mai 2004 ihre Anteile vollständig verkauft. Insgesamt hat KKR über 685 Millionen Euro erhalten, diese verteilen sich auf 160 Millionen Euro Dividende im Jahr 2004, 225 Millionen Euro (2/3 des Börsenerlöses) im Jahr 2005 und 300 Millionen Euro Verkaufserlös, ebenfalls 2005.
Während der fünf Jahre, in denen KKR und Goldmann Sachs beteiligt waren, stieg die Zahl der Mitarbeiter von Wincor Nixdorf von 3400 auf 6300. [3]
Im November 2006 wurde angekündigt, dass der damalige Vorstandschef Karl-Heinz Stiller Ende Januar 2007 auf eigenen Wunsch sein Amt an den bisherigen Vorstandsvize und Finanzchef der Wincor Nixdorf AG, Eckhard Heidloff, abtreten wird.[4] Dieser Wechsel wurde dann in der Hauptversammlung am 29. Januar 2007 beschlossen.[5]
Jürgen Wunram trat zum 1. März 2007 in den Vorstand der Wincor Nixdorf AG ein und übernahm dort das Finanzressort von Eckard Heidloff.
Jürgen Wilde, im Vorstand der Wincor Nixdorf AG verantwortlich für das Segment Retail, legte sein Mandat mit Ablauf der Hauptversammlung am 28. Januar 2008 aus gesundheitlichen Gründen nieder. Nachfolger Jürgen Wildes in der Leitung des weltweiten Geschäfts mit Handelsunternehmen wurde Herbert Machill, der vorher die „Industry Line Services“ der T-Systems Enterprise Services GmbH leitete. Machill trat seine neue Funktion bei Wincor Nixdorf am 1. Oktober 2007 an und wurde zum Bereichsvorstand der Wincor Nixdorf AG ernannt. Zeitgleich wurden auch der Leiter des Services-Geschäfts, Jens Bohlen, sowie der Leiter Human Resources, Rainer Pfeil, zu Bereichsvorständen der Wincor Nixdorf AG ernannt. Am 1. November 2010 übernahm Thomas Fell die Leitung des weltweiten IT-Geschäfts mit Handelsunternehmen von Herbert Machill, der am 31. Dezember 2010 aus dem Unternehmen ausschied.
Das von Siemens Nixdorf Anfang der 90er Jahre entwickelte und eingeführte Kassensystem Beetle war von Beginn an sehr erfolgreich und wurde auch unter dem neuen Firmennamen Wincor Nixdorf weitervertrieben und weiterentwickelt. Die Kassensysteme befinden sich heute bei vielen größeren Handelsketten im Einsatz, so z. B. bei LIDL, Plus, Edeka, Metro und Galeria Kaufhof.
Auf internationaler Ebene besteht das Unternehmen aus einer Anzahl von Landesgesellschaften. In diese wurden die nach dem Übergang in die Wincor Nixdorf AG noch vorhandenen Siemens- und Siemens Nixdorf-Landesgesellschaften überführt.
In Deutschland besteht das Unternehmen aus einer hierarchischen Struktur von GmbHs, in die einzelne Abteilungen oder Geschäftsfelder, teilweise zusammen mit Unternehmenszukäufen, eingebracht wurden und noch werden.[6]
Die folgenden Gesellschaften existieren in Deutschland. Falls nicht anders erwähnt, beträgt der Besitzanteil 100 %.
51.7191055555568.7188055555556
Koordinaten: 51° 43′ 9″ N, 8° 43′ 8″ O
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