Windows Media Player ist ein Computerprogramm, um Audio- und Videodateien abzuspielen. Windows Media Player ist in der Version 12.0 für Windows 7 und Windows Mobile verfügbar (bis Version 9 auch für Mac OS X)
Neben der Abspielfunktion besteht die Möglichkeit des Brennens von Audio-CDs sowie das allgemeine Kopieren von ungeschützten CDs (siehe auch Digital Rights Management). Weiterhin sind eine Verwaltungsfunktion der Medienarchive, eine Synchronisationsfunktion für tragbare Geräte, wie z. B. MP3-Player oder PDAs, ein Internetradio-Empfänger (nur bis Version 10) sowie eine Schnittstelle zum legalen Kauf von Musik und Videos bei verschiedenen Anbietern, wie z. B. T-Home Vision, vorhanden.
Zum Kopieren von Musik auf den Computer verwendet der Windows Media Player zum einen Microsofts hauseigenes Format WMA in verschiedenen Qualitätsstufen (konstante Bitrate 48–192 kBit/s, variable Bitrate 40–75 kBit/s bis 240–355 kBit/s, WMA Lossless, mit Version 11 verfügbar: WMA 10 Pro), seit Version 10 ist es auch möglich, mit hilfe eines eingebauten Fraunhofer-Kodierers in das plattformunabhängige MP3-Format zu kopieren, jedoch nur in vier Qualitätsstufen (128, 192, 256, 320 kBit/s) und ohne Unterstützung variabler Bitraten.
Beim Kopieren von CDs ist es möglich, die Tag-Informationen der Titel automatisch mittels einer Internetdatenbank zu ergänzen. Titel- und Interpretinformationen stehen so ohne Eingabe durch den Benutzer zur Verfügung.
Durch das Herunterladen weiterer Codecs ist es möglich, vorher nicht unterstützte Formate abzuspielen; ferner gibt es die Möglichkeit, durch den Kauf eines DVD-Codecs die Abspielmöglichkeit für DVDs nachzurüsten. Bei den Betriebssystem-Versionen „Windows Vista Home Premium“ und „Windows Vista Ultimate“ ist ein DVD-Codec für den Windows Media Player serienmäßig enthalten und muss nicht zusätzlich erworben werden.[1] Bei „Windows Vista Home Basic“ und „Windows Vista Business“ muss ein externer Codec installiert werden bzw. ein Upgrade auf eine DVD-wiedergabefähige Version erfolgen.
Seit Version 9 ist die Funktion „Miniplayer-Modus“ integriert, dabei minimiert sich der Player vollständig in die Windows-Taskleiste, und die Bedienelemente stehen darüber zur Verfügung. Außerdem ist seit der Version 7 eine Brennfunktion für Musik-CDs integriert. Diese CDs können auf einem normalen CD-Player abgespielt werden. Dem Player ist es außerdem möglich, zur Musik so genannte Visualisierungen anzuzeigen – grafische Bildschirmausgaben, die sich im Rhythmus des Audiosignals verändern.
Die Wiedergabelisten des Windows Media Players werden im Format WPL (Windows Media Playlists) gespeichert, das auf XML basiert und mit XML- oder auch Texteditoren bearbeitet werden kann.[2]
Ab der in Windows 7 integrierten Version 12.0 können Audio- und Videodateien in drei verschiedenen Geschwindigkeiten (langsam, normal, schnell) ohne Änderung der Tonhöhe abgespielt werden.
Der Media Player wird mit Microsoft Windows ausgeliefert. Diese Vertriebsart wurde von den Wettbewerbsschützern der Europäischen Union als Ausnutzung von Microsofts Quasi-Monopol auf dem Betriebssystemmarkt missbilligt. Als Reaktion auf die Forderung nach Entkoppelung des Media Player vom Betriebssystem bietet Microsoft Windows-Versionen ohne Media Player an, wie etwa Windows XP Home Edition N [3], Windows Vista Home Basic N[4], Windows Vista Business N[5] oder Windows 7 Home Edition N.
Eine vollständige Deinstallation des Media Players ist nicht möglich, da das Programm tief in das System integriert ist.
Am 30. Oktober 2006 erschien die finale deutschsprachige Version des Windows Media Players 11. Sie steht seitdem kostenfrei auf der Microsoft-Webseite zum Download bereit. [6][7] Zuvor erschienen die einzige deutschsprachige Betaversion am 12. Mai 2006 und eine zweite Betaversion am 1. September 2006, allerdings nur in englischer Sprache. [8]
Der Windows Media Player 11 ist der erste Media Player, der unmittelbar zum Start auch als 64-Bit-Variante herauskam; beim Vorgänger WMP 10 wurde die x64-Ausführung erst mit dem Erscheinen von Windows XP Professional x64 implementiert.
Die Installationsroutinen der Windows Media Player Versionen 10 und 11 überprüfen die vorhandene Windows-Lizenz mittels einer WGA-Prüfung auf ihre Rechtmäßigkeit.
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