Der Windows Phone Marketplace ist ein Appstore für das Smartphone-OS Windows Phone 7 (WP7) von Microsoft. Derzeit (Januar 2012) wurden über 62.000 Apps[1] veröffentlicht, jedoch sind 6.000 Apps als inaktiv gesetzt. Davon sind 63 % kostenlos, 25 % kostenpflichtig und 12 % Testversionen.[2] Täglich kommen etwa 242 Apps hinzu.
Der Marketplace ist die einzige Möglichkeit, weitere Anwendungen auf ein WP7-Gerät zu installieren, und es wird eine Windows Live ID benötigt. Die Apps stammen zum größten Teil von Drittanbietern, Microsoft behält 30 Prozent des Verkaufspreises.
Der Marketplace ist im Gegensatz zum Android Market ein geschlossener Store, Apps werden um den Nutzer zu schützen von Microsoft vor der Veröffentlichung zertifiziert.
Apps können, im Gegensatz zu anderen Appstores, mit der „Try before you buy“-Funktion vor dem Kauf unbegrenzt ausprobiert werden, je nach Anbieter kann dabei der Funktionsumfang eingeschränkt werden.
Seit September 2011 kann man den Marketplace auch übers Web erreichen, vorher war dies nur über das Smartphone oder über die Zune-Software möglich.[3] Die Nutzung über die Zune-Software wurde im April 2012 abgeschaltet.
Apps können Werbung enthalten. Bezahlt wird über Kreditkarte.
Gewalt und pornographische Darstellungen sind verboten.
Es gibt 70.000 Apps im Windows phone Marketplace Bisher wurden die Entwickler-Tools 1,5 Millionen mal heruntergeladen. 40 % der registrierten Entwickler haben bereits eine App veröffentlicht. Durchschnittlich laden Benutzer von WP7 12 Apps im Monat runter.[4]
Der Durchschnittspreis der Apps beträgt 1,70 Dollar. 16 % sind Spiele.
Die Apps werden mit den Windows Phone Developer Tools in den Sprachen C# oder VB.Net mit den Technologien Silverlight, XNA und dem .NET Compact Framework entwickelt. Die Developer Tools sind kostenlos. Um Applikationen über den Windows Phone Marketplace verkaufen zu können ist allerdings eine 99 USD teure Mitgliedschaft bei Microsofts App Hub nötig.[5] Die Einnahmen werden monatlich ausbezahlt. Das Genehmigungsverfahren dauert im Durchschnitt 1,8 Tage. 62 % der Apps bestehen das Genehmigungsverfahren im ersten Anlauf.
Microsoft betont wie leicht es ist, die Programmierung für WP7 zu erlernen, wer bereits für Windows entwickelt wird sich sofort zurechtfinden.
Um die Entwicklung von Apps für das WP7-Ökosystem zu forcieren, hat Microsoft seinen Entwicklern erlaubt in ihrer Freizeit eigene Apps zu entwickeln und zu verkaufen. Normalerweise gilt die Regelung, wie in den meisten anderen Firmen auch, dass die Rechte an jeglicher von Angestellten geschriebenen Software beim Arbeitgeber liegen.[6]
Am 30. April 2011 veröffentlichte Microsoft ein noch unvollständiges Werkzeug das die Portierung von Apple iOS-Programmen nach WP7 unterstützen soll.[7] Inzwischen wurde das Angebot auch auf Android und Nokia Symbian Qt ausgeweitet.[8] Die Tools identifizieren API-Aufrufe und zeigen die entsprechenden Windows Phone Aufrufe.
Im Juli 2011 bewertete die Stiftung Warentest den Anbieter mit dem Qualitätsurteil „befriedigend“ und zugleich als Testsieger aus zehn verschiedenen App Stores.[9]
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