| Zollern GmbH & Co. KG | |
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| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1708 |
| Sitz | Sigmaringendorf-Laucherthal |
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| Mitarbeiter | rund 3.200 (2011/2012) |
| Umsatz | 532 Millionen EUR (2010/2011)[1] |
| Branche | metallverarbeitende Industrie |
| Produkte | Stahlprofile, Gießereitechnik, Gleitlagerherstellung und Maschinenbauelemente |
| Website | www.zollern.de |
Zollern GmbH und Co. KG (ehemals Fürstlich Hohenzollernsche Hüttenwerke; Eigenschreibweise ZOLLERN) ist ein Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie mit Stammsitz im Sigmaringendorfer Ortsteil Laucherthal.
Das Unternehmen befindet sich noch teils im Besitz der Familie von Hohenzollern-Sigmaringen und ist Teil der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern. Gesellschafter sind zu jeweils 50 % Karl Friedrich von Hohenzollern und seit 1989 die Merckle Unternehmensgruppe.[2] Mit einer 300-jährigen Geschichte ist es das älteste noch existierende Familienunternehmen Baden-Württembergs.[3]
Die Gründung des Unternehmens geht auf die Errichtung einer Eisenschmelze durch Fürst Meinrad II. von Hohenzollern-Sigmaringen im Jahre 1708 zurück. Zunächst wurde hier oberirdisch gefundenes Bohnerz verhüttet. Im Jahre 1715 wurden die Fürstlich Hohenzollernschen Hüttenwerke als „bestes Eisenwerk in Schwaben“ eingeschätzt.[4]
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Betrieb des Hochofens zunehmend unrentabel und die Konkurrenz größer, weswegen der Hochofen ab 1879 nicht mehr betrieben wurde. Das Unternehmen hatte seinen Schwerpunkt inzwischen längst auf die Metallverarbeitung gelegt.
Zum 1. März 2003 übernahm die Zollern GmbH & Co. KG die französische Federal Mogul TLC. Das Unternehmen in Frankreich sollte unter dem Namen Zollern TLC in den Geschäftsbereich der deutschen Zollern BHW mit Standorten in Braunschweig und Osterode integriert werden. Die Zollern BHW und Zollern TLC treten in Zukunft gemeinsam am Markt auf.
Am 1. Januar 2004 hat die Zollern GmbH + Co. KG die Geschäftsanteile der Gleitlagerfabrik und Metallgießerei Herzberg (GMH Herzberg) übernommen und ergänzte damit das Produktprogramm der Zollern-Gleitlagertechnik.
Ebenfalls 2004 kaufte die Zollern-Gruppe die 1999 gegründete 'Mimtec AG mit Sitz in Rorschach (Schweiz). Mit diesem Kauf erweiterte die Zollern-Gruppe ihre Technologie-Portfolio um das MIM-Verfahren (Metal Injection Molding), ein relativ neues, aber sehr aufstrebendes Verfahren im Bereich der Metallverarbeitung.
Im August 2011 übernahm Zollern seinen niederländischen Wettbewerber, der zur börsennotierten Aalberts Industries gehörende Eurocast B.V. um seine Wettbewerbsposition im Bereich Feinguss für Hightech-Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, der optischen Industrie, der Medizintechnik und der Elektroindustrie weiter auszubauen. Marke und Werk werden ins Zollern-Werk Soest übertragen. Im September 2011 hat Zollern ein Werk zur Nachbearbeitung von Gussteilen in Rumänien eröffnet.[5]
Zur Zollern-Gruppe gehören die Zollern GmbH & Co. KG mit dem Werk Laucherthal (Stahlprofile, Giessereitechnik Feinguss, Giessereitechnik Sandguss + Schmiede), Werk Herbertingen (Getriebe und Winden, Gleitlagertechnik, Automation), Werk Aulendorf (Maschinenbauelemente). Ebenfalls die Zollern Dorstener Antriebstechnik GmbH & Co. KG mit dem Werk Dorsten (Getriebe und Winden), die Zollern BHW Gleitlager GmbH & Co. KG mit dem Werk Braunschweig (Gleitlagertechnik) und Werk Osterode (Gleitlagertechnik) und die Zollern Aluminium-Feinguss Soest GmbH & Co. KG mit dem Werk Soest (Aluminium-Feinguss).
Außerhalb Deutschlands gehören zur Zollern-Gruppe Zollern & Comandita mit dem Werk Portugal (Gießereitechnik), die Zollern (Tianjin) Machinery CO., LTD. mit dem Werk China (Antriebstechnik, Getriebe und Winden), die Zollern Transmissoes Mecanicas LTDA mit dem Werk Brasilien (Gleitlagertechnik), die Zollern TLC SAS mit dem Werk Frankreich, die Zollern Norden AB mit dem Werk Schweden, die Zollern North America L.P. mit dem Werk USA und die S.C. Zollern S.R.L. mit dem Werk Rumänien.
Die Geschäftsfelder, in denen Zollern heute tätig ist, sind die Erstellung von Stahlprofilen, die Gießereitechnik, die Antriebstechnik, die Gleitlagerherstellung und die Fertigung von Maschinenbauelementen. Das Unternehmen ist Zulieferer in den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik, Schiffs- und Motorenbau, Energie- und Informationstechnik, sowie Fahrzeug- und Maschinenbau.
Weltweit beschäftigt Zollern derzeit rund 3.200 Mitarbeiter in 17 Werken und Niederlassungen. Der Jahresumsatz des Unternehmens steigerte sich im Geschäftsjahr 2006/2007 um 25 % auf 533 Millionen Euro.[6]
Die Geschäftsführung liegt seit April 2008 in den Händen von Klaus F. Erkes, Vorsitzender des Beirats ist Friedrich Wilhelm von Hohenzollern.
Im Zollern-Stammwerk in Laucherthal entstand im ehemaligen Hochofengebäude, das ab 1707 erbaut wurde, für etwa eine Million Euro ein Museum, das die Geschichte der Fürstlich Hohenzollernschen Hüttenwerke Laucherthal und die Funktionsweise des Hochofens erläutert. Die Eröffnung fand im September 2009 statt. Von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird die Einrichtung des Museums in dem denkmalgeschützten Gebäude mit einer Summe von 125.000 Euro gefördert. Bei der Übergabe dieser Summe durch Friedhelm Repnik wurde der Hochofen als „einzigartiges Zeugnis des Eisenhüttenwesens in Süddeutschland“ bezeichnet. Neben dem Hochofen sind Exponate aus der einstigen Produktion wie Säulen, Pressbarren, Geländerstützen, Gussplatten und vieles mehr ausgestellt.[7][8]
Im Stammwerk Laucherthal besteht seit dem Jahre 1919 eine Werkfeuerwehr. Außerdem unterhält das Unternehmen dort seit 1926 eine eigene Blaskapelle, die Hüttenkapelle Laucherthal. Eine Güterbahnlinie der Hohenzollerischen Landesbahn durchquert das Laucherthaler Werk. Neben dem Hochofengebäude befindet sich ein Ehrenmal für die in den Kriegen gefallenen Werksangehörigen[9].
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