In der Informationstechnologie bezeichnet der Begriff Zombie oder auch Bot einen an das Internet angeschlossenen Computer, der durch Würmer, Viren, Trojaner, von Hackern kontrolliert und ferngesteuert wird, meist ohne dass der Benutzer es merkt.
Die Kaperung von PCs wird dadurch begünstigt, dass die Nutzer kein Virenschutzprogramm installieren oder ihre Firewalls falsch konfigurieren und dass Betriebssysteme Sicherheitslücken aufweisen, die lange nicht entdeckt werden. Cluster von gekaperten Zombierechnern werden von den Betreibern von Botnetzen für illegale Aktivitäten genutzt bzw. an Auftraggeber vermietet, unter anderem zur Verbreitung von Spam-Mails und für Angriffe auf Internet-Server per Denial of Service[1], zur Kaperung weiterer Rechner, zum Ausspähen von Zugangsdaten per Phishing oder zur Verschleierung des Ausgangspunktes von Angriffen. Den Verbund ferngesteuerter Computer nennt man „Botnetze“, „Zombie-Netze“ oder „Zombie-Farmen“.
Die Zahl von Zombieverbünden wird auf dreistellige Millionen geschätzt. Betroffen sind meist Computer mit dem Betriebssystem Microsoft Windows. Vinton Cerf, der an der Entwicklung des Internet-Protokolls TCP/IP beteiligt war, geht davon aus, dass 100 bis 150 Millionen[2] der ans Internet angeschlossenen Computer betroffen seien. Ebenso schätzt ein Hersteller von Sicherheitssoftware, McAfee, den Anteil infizierter Rechner auf etwa 25 %[2], was etwa 150 Millionen Computern entspricht. Die niedrigsten Schätzungen belaufen sich auf etwa 10 %, was etwa 60 Millionen Computer[2] betreffen würde. Als Schutz vor solchen Angriffen empfehlen Fachredaktionen entsprechende Anti-Viren-Software und regelmäßige Sicherheitsupdates; bei sicherheitsrelevanten Anwendungen ein Härten des Betriebssystems.
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