| wer-kennt-wen | |
|---|---|
| www.wer-kennt-wen.de | |
| Motto | Auch Du kennst wen bei wer-kennt-wen |
| Kommerziell | Ja |
| Beschreibung | Gemeinschaftsportal bzw. Online-Kontaktnetzwerk (siehe soziale Software) |
| Sprachen | Deutsch |
| Eigentümer | RTL interactive (Mediengruppe RTL Deutschland) |
| Urheber | Fabian Jager, Patrick Ohler |
| Erschienen | Oktober 2006 |
| Mitglieder | ca. 9,5 Millionen (Stand: Januar 2012)[1] |
wer-kennt-wen (wkw) ist nach Facebook das größte Soziale Netzwerk in Deutschland. [2] Die wer-kennt-wen.de GmbH ist ein deutsches Unternehmen, das zur Mediengruppe RTL Deutschland gehört.
Gegründet wurde wer-kennt-wen.de 2006 von Fabian Jager und Patrick Ohler während ihres Studiums der Computervisualistik an der Universität Koblenz-Landau.[3]
Betrieben wird das Angebot inzwischen von der wer-kennt-wen.de GmbH., an der seit Februar 2008 die RTL interactive GmbH zu 49 Prozent[4] beteiligt war. Der Anteil wurde im Februar 2009 auf 100 Prozent[5] erhöht.
Im Unterschied zu anderen Angeboten im Bereich der sozialen Software ist wer-kennt-wen nicht auf eine bestimmte Nutzergruppe wie Studenten, Schüler etc. fokussiert, sondern richtet sich an alle Nutzer ab 14 Jahren. [6][7] Im Gegensatz zu anderen Sozialen Netzwerken hat wer-kennt-wen auch viele ältere Mitglieder. [8]
Den Angaben der Betreiber zufolge hat wer-kennt-wen rund 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012)[9]. Der Großteil der Nutzer kommt gegenwärtig aus Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. In Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen steigen die Nutzeranzahlen ebenfalls stetig an. Seit 2009 steht wer-kennt-wen.de in Österreich und der Schweiz mit identischem Funktionsumfang zur Verfügung.
Die von den Nutzern im Registrierungsprozess angegebene E-Mail-Adresse wird anderen nicht angezeigt. Außerdem haben die Mitglieder die Möglichkeit, in ihren Privatsphären-Einstellungen festzulegen, von wem sie Nachrichten erhalten möchten und wer welche Profilangaben sehen darf: "Nur ich selbst", "Nur Leute, die ich kenne" und "Alle innerhalb von wer-kennt-wen". In externen Suchmaschinen werden Profile von wer-kennt-wen.de generell nicht angezeigt, sondern diese sind erst nach Login auf der Plattform einsehbar. Der Nutzer kann in seinen Privatsphäre-Einstellungen auswählen, ob er regionale Werbung und Werbung, die zu ihm passt, ausgespielt haben möchte. Ansonsten sieht er allgemeine Werbung. Zu Beginn bot wer-kennt-wen keine Verschlüsselung der Datenübertragung via SSL an, doch seit 2010 werden der Benutzername und das Passwort über eine SSL-verschlüsselte Verbindung übertragen.
Eine Studie des Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie mit Stand von Ende August 2008 hat die verschiedenen Aspekte bezüglich der Sicherheit der Plattform wer-kennt-wen untersucht.[10]
Die Studie hob lobend hervor, dass das Abmelden bei wer-kennt-wen problemlos und einfach ist. Der Löschvorgang der Daten kann zeitlich leicht verzögert erfolgen. Allerdings bleiben Texteinträge außerhalb des Profils bestehen, auch wenn der zugehörige Benutzername auf gelöschter Benutzer geändert wird.
Die Einstellungen für die Privatsphäre sind einfach zu finden und übersichtlich angeordnet. Hilfetexte erleichtern es dem unerfahrenen Nutzer, sich zurechtzufinden.
Die Zugriffskontrolle unterscheidet zwischen direkten Kontakten (ersten Grades) und allen Nutzern. Viele persönliche Benutzerdaten können infolgedessen nur für diese beiden Personenkreise freigegeben werden. Der Nutzer kann sich allerdings auch entscheiden, gar keine Daten freizugeben. Negativ ist in der Studie aufgefallen, dass weder die Kontaktliste noch die Gruppen, denen der Benutzer angehört, dieser Zugriffskontrolle unterliegen. So wäre zum Beispiel über den Kreis der Kontakte eine Identifikation des Nutzers möglich, auch wenn er dieses nicht wünscht. Über die Gruppennamen könnte unter Umständen zum Beispiel auf eine religiöse Zugehörigkeit geschlossen werden. Inzwischen wurde jedoch die Möglichkeit geschaffen, Gruppen zu verbergen.
Bilder sind zwar extern abrufbar, jedoch wird beim Hochladen mit einer Warnung auf diesen Sachverhalt hingewiesen.
Jugendliche unter 18 Jahren haben automatisch restriktivere Privatsphären-Einstellungen voreingestellt als erwachsene Nutzer: So werden Kontaktdaten wie Straße oder Telefonnummer niemandem angezeigt – diese Informationen müssen aktiv freigeschaltet werden. Jugendliche können nur mit ihrer Zustimmung auf Fotos verlinkt werden. Außerdem können sie Nachrichten nur von ihren Kontakten erhalten. Die Betreiber haben eine Jugendschutzseite (http://www.wer-kennt-wen.de/static/jugendschutz/) mit Informationen für Eltern und Lehrer sowie Regeln und Tipps für Jugendliche zum sicheren Umgang mit wer-kennt-wen eingerichtet. wer-kennt-wen ist ordentliches Mitglied in der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) und beteiligen sich an der vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Aufklärungskampagne „watch your web“, die Kinder und Jugendliche für den Umgang mit ihren Daten im Internet sensibilisieren soll. Im März 2009 hat wer-kennt-wen mit weiteren deutschen Mitbewerbern einen Selbstverpflichtungskodex (http://fsm.de/de/Web_2_0) unterzeichnet. Der Selbstverpflichtungskodex umfasst Maßnahmen, die Jugendschutz, Datenschutz und Verbraucherschutz in den deutschen Angeboten einheitlicher regeln und für die Nutzer transparenter machen. Die freiwillige Selbstverpflichtungserklärung beinhaltet unter anderem die Verpflichtung auf umfassende Möglichkeiten der Privatsphäre-Einstellungen für die Nutzer, die Bereitstellung von direkten Beschwerdemöglichkeiten bei Verstößen gegen die Regeln der Community, die Möglichkeit andere Nutzer zu „ignorieren“ sowie die Aufklärung der Nutzer durch deutliche Hinweise innerhalb der Plattform z. B. auf die verschiedenen Privatsphäreneinstellungen.
Es ist keine pseudonyme Nutzung der Plattform vorgesehen. Einige Benutzer umgehen das jedoch mit der Angabe eines falschen Namens bei der Anmeldung, auch wenn dieses Verhalten den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Betreibers widerspricht und zum Ausschluss von der Plattform führen kann.
In der Standardkonfiguration sind einige Daten eines neuen Profils für alle Benutzer der Plattform freigegeben. Dies gilt nicht für jugendliche Mitglieder. Die Privatsphäre-Einstellungen Minderjähriger sind so voreingestellt, dass nur direkte Kontakte ihre Profilinhalte sehen und sie anschreiben können. [11] Erwachsene Benutzer, die sich den Risiken für die Privatsphäre nicht bewusst sind, werden dadurch unbeabsichtigt zum sogenannten durchsichtigen Nutzer.
Es ist bei Kenntnis einer Bild-URL möglich, diese aus jedem Webbrowser heraus aufzurufen, ohne Mitglied der Plattform zu sein.[10]
Ein Nutzer in der wer-kennt-wen Community hat Teile eines Liedtextes von Prinz Pi sowie von K.I.Z. zitiert. WikiLeaks wurden Informationen zugespielt, dass die Benutzerdaten ohne Benachrichtigung des Betroffenen der Polizei gemeldet wurden.[12] Nach Angaben des Direktors des Amtsgerichts Kaiserslautern habe die Polizei im Zuge anderer Ermittlungen das Nutzerprofil aufgerufen und dabei die Zitate entdeckt. In dem ergangenen Strafbefehl wurde dem Nutzer zu Last gelegt, mit den nicht als Zitate kenntlich gemachten Liedtexten den öffentlichen Frieden gestört zu haben. Schon vor diesen Ermittlungen wurden bei dem Nutzer eine Messersammlung und eine Paintballausrüstung beschlagnahmt.[13]
Wer-kennt-wen bietet keine direkte E-Mail-Benachrichtigung über neue Privat-Nachrichten. Sobald eine ungelesene Nachricht 20 Tage alt ist, erhält die Person eine E-Mail-Benachrichtigung.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wer-kennt-wen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |