New York/Washington - Auf Einladung des US-Finanzministeriums hätten Vertreter verschiedener Banken, darunter die Citigroup
, Bank of America
und JPMorgan, vor drei Wochen über den Plan beraten, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen.
Der Fonds solle verhindern, dass in Schieflage geratene Banken ihre durch zweitklassige US-Hypothekenkredite gesicherten Anleihen auf den Markt werfen müssen und die internationalen Finanzmärkte so weiter in Schieflage bringen würden.
Nach den Plänen des US-Finanzministeriums sollen mit den Rückstellungen Not leidende Immobilienkredite und Derivate aufgekauft werden, um bedrohte Hedgefonds vor der Pleite zu bewahren. Der Zeitung und der Nachrichtenagentur Reuters zufolge will die amerikanische Regierung mit dem Rettungsfonds vom Einbruch der US-Immobilienpreise hervorgerufene Krise an den Finanzmärkten unter Kontrolle bringen.
Als Subprime werden Schuldner mit niedriger Bonität bezeichnet, arme Menschen, die sich den Kredit, den sie aufnehmen, eigentlich nicht leisten können. Dieser Sektor des Kreditmarktes entwickelte sich seit Anfang Juni 2003 in den USA, nachdem der damalige US-Notenbank-Chef Alan Greenspan den Leitzins auf ein Prozent abgesenkt hatte. Dadurch nahmen plötzlich viele Menschen Kredite für Hypotheken auf - ohne zu bedenken, dass sie diese später, bei höheren Zinsen, wieder zurückzahlen müssten. Derzeit sind weltweit noch Ramschhypotheken im Wert von 1,8 Billionen Dollar im Umlauf.
Hintergrund der Krise am US-Immobilienmarkt ist die Vergabe von Krediten an Bankkunden, die sich diese Kredite kaum leisten können. Aufgrund über Jahre steigender Immobilienpreise nahmen viele dieser Menschen weitere Kredite zu Konsumzwecken auf - in der Gewissheit, ihre wachsenden Schulden seien durch den zunehmenden Immobilienwert gedeckt. Steigende Zinsen und zugleich sinkende Immobilienpreise führten dann aber dazu, dass die Kunden die Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten.
kaz/dpa-AFX/Reuters
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