Die Ende vorigen Monats in Riad (Saudi-Arabien) verunglückte Frachtmaschine der Lufthansa Cargo hatte nach SPIEGEL-Informationen zwei Paletten mit Gefahrengut an Bord. Sie wurden im Mittelteil der Maschine gelagert – genau dort, wo nach der Bruchlandung als Erstes dichte Rauchschwaden aus dem Rumpf austraten.
In einer der beiden Ladeeinheiten befanden sich offenbar leicht entzündliche Chemikalien, die für die heftige Flammenentwicklung verantwortlich gewesen sein könnten. Nach Schilderung von Augenzeugen, die bei der Verladung in Frankfurt dabei waren, wurden noch andere, potentiell gefährliche Teile an Bord des Frachtflugzeugs gebracht – darunter angeblich Maschinengewehre für Saudi-Arabien und Güter des US-Militärs.
Ein Sprecher der Lufthansa Cargo wollte mit Hinweis auf die laufenden Unfalluntersuchungen keine Stellungnahme zu dem Inhalt der Ladung abgeben.
Über den Unglückshergang findet sich im Lufthansa-Intranet eine genaue Beschreibung. Diesen neuen Details gemäß habe die Maschine normal aufgesetzt. "Es folgten zwei weitere Bodenberührungen." Dann sei das Heck abgebrochen, und nach 2400 Metern sei das Flugzeug von der Landebahn geschlittert. Nach 375 weiteren Metern sei es zum Stehen gekommen und habe angefangen zu brennen, so heißt es auf der internen Website, deren Inhalt dem SPIEGEL vorliegt.
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