Amsterdam/London - Das zuständige Amsterdamer Gericht teilte am Freitag mit, es habe den Beschluss bis zum 25. Januar aufgeschoben. Dies räume LetsBuyIt.com die Möglichkeit ein, neue Mittel in Höhe von vier Millionen Euro zu beschaffen. In Kreisen aus dem Umfeld der Rettungsverhandlungen hieß es jedoch, das Unternehmen benötige über diese Summe hinaus innerhalb von zwei Wochen weitere 28 Millionen Dollar, um eine Liquidation zu vermeiden.
Ameisen in Not: LetsBuyIt.com bekommt eine Gnadenfrist
Gespräche zwischen LetsBuyIt.com und möglichen neuen Partnern wie den Internet-Händlern Dealpartners.com und CoShopper laufen nach Angaben aus dem Umfeld der Unternehmen nach wie vor weiter. Die Aufschiebung des Gerichtsbeschlusses gebe LetsBuyIt.com möglicherweise den dringend benötigten Spielraum, hieß es.
Das norwegische Unternehmen CoShopper ist nach eigenen Angaben weiterhin bereit, Teile von LetsBuyIt.com zu übernehmen. Man sei daran interessiert, die Kunden des angeschlagenen Internet-Händlers zu kaufen, sagte der Vorstandsvorsitzende Frode Lervik. "Wir haben ihnen angeboten, den Geschäftsablauf zeitweise zu übernehmen, denn der Wert der Kunden geht mit jedem Tag, an dem das Geschäft ruht, zurück. Sie haben gesagt, sie seien sehr daran interessiert", sagte Lervik.
LetsBuyIt.com hatte Ende Dezember einen vorläufigen Zahlungsaufschub nach niederländischem Recht beantragt, weil es seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Die gerichtlich als Treuhänder von LetsBuyIt.com eingesetzte niederländische Anwaltskanzlei Van Doorne hatte am Dienstag die Umwandlung des Zahlungsaufschubs in einen Konkurs beantragt. Das Management von LetsBuyIt.com hatte sich gegen diesen Schritt gewandt.
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