Washington - Die
Klausel sei Bestandteil der Vereinbarung vom vergangenen Montag,
wonach AOL Time Warner 100 Millionen Dollar in den Internethändler Amazon
investiere,
schreibt die "Washington Post" unter Berufung auf einen Amazon-Antrag
an die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC.
Dies bedeute allerdings nicht, dass AOL Time Warner
im Augenblick eine
Akquisition bereits verfolge, hieß unter Berufung auf
verhandlungsnahe Quellen. Sprecherinnen der beiden Unternehmen hätten
keinen Kommentar abgegeben.
AOL Time Warner und Amazon arbeiten bereits seit 1997 zusammen. Am Montag gaben sie bekannt, dass AOL Time Warner für 100 Millionen Dollar Amazon Aktien kaufen werde. Das entspricht ungefähr zwei Prozent des Amazon-Kapitals. Der Buchhändler will AOL Time Warner im Gegenzug mit Technologien für den e-Commerce versorgen.
Die Börse würde eine Übernahme von Amazon durch AOL Time Warner zum jetzigen Zeitpunkt jedoch bestrafen, da der Medienriese noch mit den Folgen der Fusion von AOL und Time Warner beschäftigt sei, hieß es in Unternehmenskreisen.
Der weltgrößten Internetanbieter America Online und das weltgrößten Medienunternehmen Time Warner schlossen sich Anfang 2001 zur neuen AOL Time Warner Inc. zusammen. Die Transaktion belief sich auf einen Wert von umgerechnet 218 Milliarden Mark und war die größte Unternehmensfusion in den USA.
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