Mailand - In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della" Sera sagte Friedman, dass er nach der Währungsumstellung in einer Reihe von europäischen Volkswirtschaften Turbulenzen erwartet.
Mit der Einführung der Gemeinschaftswährung würden die ökonomischen Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten der Eurozone besonders herausgestellt. Als Beispiele führte er Irland an, das seiner Meinung nach die Geldpolitik verschärfen sollte. Italien benötige dagegen eine Flexibilisierung der Geldpolitik. Auch Deutschland sollte im Hinblick der derzeitigen Wirtschaftsflaute im Land eine "Politik des leichten Geldes" umsetzen.
Für die US-Wirtschaft erwartet Friedman eine Rezession, die aber weniger ausgeprägt ausfallen werde als die vorangegangenen. Und schon im kommenden Jahr soll die Wirtschaft wieder wachsen. Er begrüßte die Zinspolitik der US-Notenbank als ein gutes Mittel, um die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln. Aber Friedman warnte, dass dies langfristig in eine Inflation führen wird.
In den achtziger Jahren machte Friedman als wirtschaftspolitischer Berater der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher von sich Reden.
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