Hamburg - Das sei mehr, als das Land vermutlich im vergangenen Jahr eingenommen habe, berichtet der "Stern" in seiner aktuellen Ausgabe. Es zitiert Nordrhein-Westfalens Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), der im Jahr 2000 noch rund sechs Milliarden Mark Körperschaftsteuer eingenommen hatte, mit den Worten: "Wir zahlen unterm Strich mehr, als wir einnehmen."
Der Anspruch der Unternehmen gründe sich auf die im Bundesfinanzministerium durchgesetzte Erleichterung für Großunternehmen, Verluste aus Beteiligungen unbegrenzt von der Steuer absetzen zu können. Danach habe das Düsseldorfer Finanzministerium an den Bayer-Konzern über 500 Millionen Mark zu viel gezahlte Körperschaftsteuer zurücküberweisen müssen. Weitere 1,4 Milliarden seien der Deutschen Telekom, 800 Millionen dem RWE und über eine halbe Milliarde Vodafone erstattet worden. Ein Sprecher des Finanzministeriums wollte sich unter Hinweis auf das Steuergeheimnis zu den einzelnen gezahlten Summen nicht äußern.
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