Analystenerwartungen übertroffen: Yahoo!-Chef Terry Semel
Sunnyvale - Jedenfalls solle das zweite Quartal deutlich über den Erwartungen der Analysten liegen, versprach Semel bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Mittwochabend nach Börsenschluss in Sunnyvale (Kalifornien). Semel sagte, Yahoo! sei "gut positioniert, das Wachstum beizubehalten". Er sei zuversichtlich, dass das Unternehmen wie geplant die Profitabilität beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) im laufenden Jahr im Vergleich zu 2001 mehr als verdoppeln werde.
Im aktuellen Quartalsbericht betrage der Proforma-Gewinn je Aktie vor dem bevorstehenden Bilanzierungswechsel zwei US-Cent, nach einem Verlust von zwei Cent im Vorjahr. Das Ebitda beläuft sich nach Yahoo!-Angaben auf 24,4 Millionen Dollar und liegt damit deutlich über dem des Vorjahresquartals (0,858 Millionen Dollar). Damit traf das Unternehmen die Erwartungen der von First Call/Thomson Financial befragten Analysten.
Zum Werbemarkt sagte Semel, dieser habe sich zwar stabilisiert, bleibe aber eine Herausforderung. Als Grund für die "soliden" Ergebnisse des ersten Quartals nannte er die "Änderung von Yahoo!s Geschäftsmodell".
Finanzvorstand Susan Decker sagte, die Strategie, vermehrt vom Kundenstamm zu profitieren, zeige zunehmend Erfolg. Der Internet-Portalbetreiber hat nach eigenen Angaben seine Kundenzahl im ersten Quartal dieses Jahrs weltweit auf 237 Millionen Nutzer erhöht, nach 192 Millionen im Vergleichszeitraum. Im zweiten Quartal will Yahoo! nach eigenen Angaben 10 bis 12 Millionen Dollar investieren, im Gesamtjahr sollen es 40 bis 50 Millionen Dollar sein.
Beim Quartals-Umsatz übertraf Yahoo! die Experten-Prognosen. Der Internet-Portalbetreiber setzte im ersten Quartal 192,67 Millionen Dollar um nach 180,22 Millionen Dollar. Analysten hatten im Schnitt 175,33 Millionen Dollar erwartet. Von April bis Juni will Yahoo! 205 bis 225 Millionen Dollar umsetzen. Analysten hatten bisher mit 192,28 Millionen Dollar gerechnet. Im Gesamtjahr 2002 strebt das Unternehmen Erlöse von 870 bis 910 Millionen Dollar an und damit mehr als von Analysten im Schnitt prognostiziert (797,7 Millionen Dollar).
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