Bonn - Im Jahr 2000 hatte das achtköpfige Gremium dem damaligen Geschäftsbericht zufolge Bezüge von 9,224 Millionen Euro erhalten. Die Telekom hatte im vergangenen Jahr erstmals seit dem Börsengang im Jahr 1996 einen Verlust verbucht, der sich auf 3,5 Milliarden Euro belief. Zudem konnte das Unternehmen den geplanten Verkauf großer Teile seines TV-Kabelnetzes wegen der Untersagung durch das Bundeskartellamt nicht abschließen. Der Börsengang der Mobilfunksparte wurde wegen der schwachen Lage an den Börsen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Auch die Zahl der den Vorstandsmitgliedern gewährten Aktienoptionen stieg steil an: Hatte sie im Jahr 2000 noch bei 441.000 Stück gelegen, betrug sie 2001 1,743 Millionen Stück.
Dividende stark gekürzt
Wegen der für den geplanten Schuldenabbau um rund 15 auf 50 Milliarden Euro bis Jahresende 2002 fehlenden Milliardenbeträge hatte das Unternehmen daraufhin unter anderem die Dividende für die Aktionäre auf 0,37 Euro pro Aktie von 0,62 Euro im Jahr 2000 gekürzt.
An der Börse war die Telekom-Aktie
im vergangenen
Jahr um rund 38 Prozent gefallen, deutlich stärker als der
Deutsche Aktienindex (Dax), der Euro Stoxx 50-Index oder der
US-Technologiewerte-Index Nasdaq Composite, die zwischen 15 und
18 Prozent abgaben.
Bei den Beschäftigten der Telekom sollen nach der Forderung der Gewerkschaft Verdi ab dem Jahr 2002 die Bezüge um 6,5 Prozent steigen. Die Verhandlungen beginnen am 14. Mai. Die Gehaltssteigerungen hatten im vergangenen Jahr deutlich darunter gelegen.
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