Größter Verlust der Wirtschaftsgeschichte: AOL Time Warner-Zentrale
New York - Wie das Unternehmen nach Ende des regulären Börsenhandels in New York bekannt gab, ist der größte Teil des Verlusts auf Firmenwertabschreibungen zurückzuführen. Darin spiegele sich der dramatische Wertverlust von Unternehmen wider, die AOL Time Warner übernommen habe. Der Verlust sei der Beweis, dass AOL zu viel für Time Warner gezahlt habe, sagte der Experte George Gilbert dem Finanzdienst Bloomberg.
Neue Abschreibungsregeln in den USA zwangen den Konzern zudem dazu, die Verluste sofort und in voller Höhe auszuweisen. Vor der Fusion von AOL und Time Warner vor rund einem Jahr hatten beide Firmen im selben Zeitraum zusammen nur einen Verlust von 1,4 Milliarden Dollar verzeichnet. Ohne die Einmaleffekte entwickelte sich der Geschäftsverlauf jedoch besser, als es US-amerikanische Analysten erwartet hatten.
Experten erklärten, das größte Problem für den Medienkonzern seien Rückgänge in der Werbung gewesen, der vor allem den Onlinedienst AOL getroffen habe. Der designierte AOL-Time-Warner-Chef Richard Parsons erklärte, er erwarte in diesem Jahr im Vergleich zu 2001 einen Werberückgang bei AOL. Positiv zu Buche schlugen Filmerfolge wie der "Herr der Ringe".
Den bisherigen Rekordverlust von 41,8 Milliarden Dollar hatte der ehemalige Telekommunikationsriese JDS Uniphase im ersten Quartal 2001 berichtet.
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