Berlin - Die Vorwürfe sind nicht neu: Unternehmen mit Milliardenumsätzen erwirtschaften ihre Gewinne auf Kosten ihrer Beschäftigten in Niedriglohnländern. Gerade Sportschuhhersteller wie adidas, Nike oder Puma wurden in den vergangenen Jahren immer wieder für die Zustände in ihren Fabriken kritisiert, und immer wieder gelobten sie Besserung. Doch offenbar sind die geschaffenen Überwachungsmechanismen nicht so effizient wie erhofft.
In der Studie "We are not machines" erhebt der Autor Timothy Connor gegen adidas und Nike den Vorwurf, dass trotz punktueller Verbesserungen die Situation der Beschäftigten immer noch nicht befriedigend sei. Zwar seien Regelungen für den Krankheitsfall in Kraft getreten und sexuelle Übergriffe durch die Vorgesetzten seien zurückgegangen. Aber grundsätzlich habe sich an der schlechten Lage der Arbeiterinnen nichts geändert. So seien die Beschäftigten weiterhin unterbezahlt, Arbeitsunfälle an der Tagesordnung, und die Gesundheit sei in einigen Standorten immer noch akut gefährdet.
Vorwürfe an die Sportschuhhersteller
Auf dem Kongress "Fit for fair", den die "Kampagne für saubere Kleidung" am 3. und 4. Mai in Köln veranstaltet, haben nun alle Beteiligten die Möglichkeit zum Gedankenaustausch.
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