Telekom-Chef Sommer: Greift er jetzt durch?
Bonn - Die Telekom
habe Microsoft
angeboten, bis zu 24,9 Prozent der Internet-Tochter T-Online
zu übernehmen, heißt es in einer Vorabmeldung des Wirtschaftsmagazins "Capital". Zusätzlich plane die Telekom den Abbau von bis zu 15.000 Stellen im Festnetzbereich. Weder die Telekom noch T-Online wollten den Bericht kommentieren.
Durch den Verkauf eines Anteils von T-Online an Microsoft könnte die Telekom laut "Capital" zwischen drei und vier Milliarden Euro einnehmen und damit den dringend notwendigen Schuldenabbau vorantreiben. Eine Partnerschaft böte zudem beiden Unternehmen wichtige strategische Vorteile. T-Online und der Microsoft-Internetdienst MSN könnten zusammen den Marktführer AOL weltweit angreifen, hieß es. Zwischen Telekom und Microsoft bestehen bereits Kooperationen. So entwickeln T-Mobile und Microsoft gemeinsame UMTS-Lösungen, die sowohl in Europa als auch in den USA genutzt werden sollen. Auch im zukunftsträchtigen Bereich Web-Services arbeiten die beiden Unternehmen zusammen, Ron Sommer war auf der diesjährigen CEBit während der Präsentation von Microsoft-Chef Steve Ballmer der Überraschungsgast.
Die T-Aktie zog bis 12.30 Uhr um 2,9 Prozent an auf 13,76 Euro und setzte sich damit an die Spitze des Index. Der Dax gewann 0,2 Prozent auf 5059 Punkte. "Das sind gute Nachrichten für die verschuldete Telekom", sagte ein Händler in Frankfurt und führte die Kursgewinne darauf zurück.
Wie "Capital" berichtet, hätten Studien gezeigt, dass der Personalstand mit derzeit 118.000 Mitarbeitern im Vergleich zu den internationalen Konkurrenten viel zu hoch sei. In den nächsten Tagen sollten bereits Gewerkschaften und Betriebsräte erste Details des Plans erfahren.
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