London - Der angeschlagene Kirch-Konzern sperrt sich dagegen, dem Medienmogul Rupert Murdoch 1,7 Milliarden Euro für dessen Anteil am Bezahlsender Premiere zu zahlen. Kirchs Dachgesellschaft TaurusHolding habe die Ausübung der entsprechenden Option abgelehnt, teilte Murdochs Sender BskyB am Montag in London mit. Die Kirch-Seite gehe davon aus, dass die Bedingungen für eine Put-Option für BSkyB nicht gegeben seien, hieß es.
Die Option wäre eigentlich erst im Oktober fällig geworden. Murdoch hatte allerdings dem Vernehmen nach unter Hinweis auf den Insolvenzantrag der Bezahlsendersparte KirchPayTV die Option schon jetzt geltend gemacht. Er ist mit 22 Prozent an Premiere beteiligt. Bei seinem Einstieg wurde vereinbart, dass er den Anteil für 1,7 Milliarden Euro zurückgeben kann, wenn der Bezahlsender bis Herbst 2002 bestimmte Ziele verfehlt.
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