Wirtschaft



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20.05.2002
 

Premiere-Insolvenz

Kirch will Murdoch nicht auszahlen

Wegen der Insolvenz des Pay-TV-Senders Premiere fordert der australische Medienunternehmer Rupert Murdoch früher als geplant 1,7 Milliarden Euro von Leo Kirch zurück. Dessen Dachgesellschaft TaurusHolding weigert sich allerdings, Murdoch auszuzahlen - vermutlich kann sie auch gar nicht.

KirchGruppe in Unterföhring: Murdoch muss auf sein Geld noch warten - wenn er überhaupt noch welches bekommt
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DDP

KirchGruppe in Unterföhring: Murdoch muss auf sein Geld noch warten - wenn er überhaupt noch welches bekommt

London - Der angeschlagene Kirch-Konzern sperrt sich dagegen, dem Medienmogul Rupert Murdoch 1,7 Milliarden Euro für dessen Anteil am Bezahlsender Premiere zu zahlen. Kirchs Dachgesellschaft TaurusHolding habe die Ausübung der entsprechenden Option abgelehnt, teilte Murdochs Sender BskyB am Montag in London mit. Die Kirch-Seite gehe davon aus, dass die Bedingungen für eine Put-Option für BSkyB nicht gegeben seien, hieß es.

Die Option wäre eigentlich erst im Oktober fällig geworden. Murdoch hatte allerdings dem Vernehmen nach unter Hinweis auf den Insolvenzantrag der Bezahlsendersparte KirchPayTV die Option schon jetzt geltend gemacht. Er ist mit 22 Prozent an Premiere beteiligt. Bei seinem Einstieg wurde vereinbart, dass er den Anteil für 1,7 Milliarden Euro zurückgeben kann, wenn der Bezahlsender bis Herbst 2002 bestimmte Ziele verfehlt.

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