Soll neuer Telekom-Chef werden: Technik-Vorstand Tenzer
Hamburg - Wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war, lehnt der Telekom-Chef einen Rücktritt weiterhin strikt ab. Sommer sei sich nicht bewusst, einen Fehler gemacht zu haben, hieß es am Samstag in Bonn. Der Telekom-Chef wolle im Amt bleiben und dem Rücktrittsdruck standhalten.
Viel wird ihm sein Kampfgeist nicht mehr nützen. Am Freitagabend hatten die Präsidiumsmitglieder des Auftsichtsrats mit der Bundesregierung eine Übergangslösung vereinbart. Danach soll Sommer in der Sondersitzung des Telekom-Aufsichtsrats am kommenden Dienstag abgelöst werden. Die dazu notwendige Zweidrittelmehrheit will sich der Bund durch ein Zugeständnis an die Gewerkschaften sichern. "Die Mehrheit steht", erklärte ein hoher Regierungsbeamter.
Neuer Interims-Chef soll demnach Gerd Tenzer werden, der bisherige Technik-Vorstand. Nur mit diesem Kandidaten will die Arbeitnehmerseite der Ablösung Sommers zustimmen. Die Gewerkschafter hätten Aufsichtsrats-Chef Hans-Dietrich Winkhaus vor die Alternative "Tenzer oder keiner" gestellt. "Auch wir unterstützen diesen Kandidaten", erklärte ein Vertreter der Bundesregierung. Die Übergangszeit solle für ein "geordnetes Personalfindungsverfahren" genutzt werden.
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