Wirtschaft



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31.07.2002
 

Rangliste

Die schamlosesten Bankrotteure

Bevor ihr Unternehmen pleite ging, haben sich Manager noch einmal kräftig bedient. Eine Studie der "Financial Times Deutschland" (FTD) zeigt, wer am stärksten in die Kasse gegriffen hat.

500-Millionen-Dollar Pleitier Winnick: Nicht auszudenken, was ein erfolgreicher Manager verdienen müsste
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AP

500-Millionen-Dollar Pleitier Winnick: Nicht auszudenken, was ein erfolgreicher Manager verdienen müsste

Hamburg/New York - Allein die Manager der 25 größten Pleitefirmen der USA hätten mehr als 3,3 Milliarden Dollar eingestrichen, schreibt die "FTD" unter Berufung auf eine exklusive Studie des Schwesterblattes "Financial Times". Ganz vorne in der Rangliste der schamlosen Absahner ist den Angaben zufolge der Chef des Kabelnetzbetreibers Global Crossing, Gary Winnick. Zehn der 25 vordersten Plätze belegen Manager des spektakulär gescheiterten Energieriesen Enron.

Die Studie erhebt jedoch keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Sie beziehe sich allein auf die in Firmenberichten veröffentlichten Zahlungen, heißt es in dem Bericht. Versicherungsbeiträge, nicht zurückgezahlte Darlehen oder der private Gebrauch von Firmenjets seien nicht enthalten. So fehlt beispielsweise Bernie Ebbers, der mit Worldcom die bisher größte Pleite in der amerikanischen Firmengeschichte zu verantworten hat. Er hat laut "FTD" im September 2000 eine Sonderzahlung von zehn Millionen Dollar dafür erhalten, dass er das Unternehmen noch zwei Jahre führt. Dass er dieses Geld nach seinem Rücktritt im Mai zurückgegeben hat, ist wenig wahrscheinlich.

Ebenfalls nicht berücksichtigt sind Manager von Firmen, die noch nicht pleite sind. So berichtete die "New York Times" kürzlich, dass die Manager des angeschlagenen Telekommunikationskonzerns Qwest von 1999 bis 2001 mit dem Verkauf von Aktien rund 500 Millionen Dollar eingenommen haben, deren geschasster Chef Joseph Nacchio soll es demnach allein auf 227 Millionen Dollar gebracht haben.

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