Berlin - Es würden keine Verträge gegen so genannte Elementarschäden wie Hochwasser, Lawinen oder Erdeben mehr abgeschlossen, berichtet "Bild am Sonntag". "Wir befinden uns jetzt in einer völlig veränderten Situation, müssen das Risiko erst einmal neu bewerten", zitierte das Blatt den Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, Stephan Schweda. Der Sprecher der Kölner Gerling-Versicherung, Volker Gasser, sagte, im Moment "können wir es uns nicht erlauben, Personen und Haushalte aus gefährdeten Gebieten zu versichern. Ganz gleich, ob diese Regionen zurzeit vom Hochwasser betroffen sind oder nicht."
Die Sprecherin des Münchner Allianz-Konzerns, Sabine Wolf sagte der Zeitung: "Der entstandene Gesamtschaden ist noch nicht absehbar. Wann wir die Sperre aufheben werden, ist offen."
Der Deutschen Bahn AG sind durch die Flutkatastrophe nach Angaben ihres Chefs Hartmut Mehdorn hohe finanzielle Schäden entstanden. "Wir rechnen mit einem Betrag im oberen dreistelligen Millionenbereich", sagte Mehdorn der Zeitung "Bild am Sonntag". Allein in Sachsen seien 700 Kilometer Gleise zerstört oder schwer beschädigt worden. Das Unternehmen will die entstandenen Kosten aus einem eigenen Pool finanzieren: "Der Bahn stehen in diesem Jahr noch ausreichende Mittel für Investitionen ins Bestandsnetz zur Verfügung. Daraus wird erst einmal bezahlt", sagte Mehdorn.
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