Bonn - Im Sommer seien noch sechs
Interessentengruppen in die engere Wahl einbezogen worden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine" (FAZ) unter Berufung auf Branchenkreise. Jetzt sollen
nur noch zwei Bieter ernsthaft interessiert sein: Zum einen die Finanzinvestoren Goldman Sachs
, Apax Partners und Providence Equity, von denen ein gemeinsames Angebot erwartet wird, zum anderen der US-Medienkonzern Liberty Media.
Auch beim Preis wird die Telekom
möglicherweise Abstriche machen müssen. In der Branche wird spekuliert, dass die Telekom nach dem gescheiterten Verkauf an Liberty Media derzeit nicht einmal die angepeilte Summe zwischen 2,5
Milliarden und 3,5 Milliarden erzielen kann.
Erst Ende Februar hatte das Bundeskartellamt Liberty die Übernahme der sechs Kabelgesellschaften untersagt. Der US-Konzern wollte für 5,5 Milliarden Euro rund 60 Prozent des Kabelnetzes der Telekom übernehmen. Das Kartellamt lehnte das Geschäft ab, weil dadurch zum Nachteil der Verbraucher der Wettbewerb zu stark eingeschränkt werden würde.
Die Telekom-Tochter Kabel Deutschland GmbH räumte am Mittwoch ein, sie habe keine eindeutige Kenntnis über die weiteren Pläne der Kaufinteressenten. Niemand der Bieter habe bislang klar erklärt, was er mit dem Kabel zu tun gedenke, sagte der Geschäftsführungsvorsitzende Hans-Ullrich Wenige.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH