Schweinfurt/Würzburg - Er soll nach Angaben der Justiz in Würzburg vom Freitag mindestens 900.000 Euro zur persönlichen Bereicherung aus einer seiner inzwischen in Konkurs geratenen Firmen gezogen haben. Höller war am Donnerstag in seinem Wohnhaus in Schwebheim (Landkreis Schweinfurt) festgenommen worden. Auf Grund der zu erwartenden Freiheitsstrafe und seiner internationalen Kontakte bestehe Fluchtgefahr, hieß es.
Die Staatsanwaltschaft in Würzburg hatte gegen Höller bereits im Dezember vergangenen Jahres ein Ermittlungsverfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet. Seine beiden Firmen Inline AG und Vermögensverwaltungs-GmbH wiesen damals Verbindlichkeiten von rund vier Millionen Euro auf.
Inzwischen habe sich der Verdacht erhärtet, dass Höller bereits im Frühjahr 2001 rund 750.000 Euro vom Konto seiner Vermögensverwaltungs-GmbH auf ein Privatkonto überwiesen hatte, berichtete der Leitende Oberstaatsanwalt Clemens Lückemann am Freitag. Höller habe damit seinen erheblichen persönlichen Zahlungsschwierigkeiten begegnen wollen. Aus sichergestellten Dokumenten gehe hervor, dass Höllers monatliche Ausgaben seine Einnahmen um rund 10.000 Euro überstiegen hätten.
Höller soll ferner über ein Scheingeschäft mit einer Fremdfirma ohne gleichwertige Gegenleistung weitere mindestens 100.000 Euro aus seiner Firma für private Zwecke abgezweigt haben. Weitere Einzelheiten des Falls wollte die Justiz unter Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen am Freitag nicht bekannt geben.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH