MLP: Unter den gebeutelten Finanztiteln der schlechteste
Frankfurt am Main - Am letzten, verkürzten Handelstag des Jahres gewann der Dax zwar leicht - insgesamt aber verlor er seit Anfang Januar knapp 44 Prozent und beendete damit sein drittes Verlustjahr in Folge. Der offizielle Schluss-Stand des Indexes am Freitag um 14 Uhr: 2892,63 Punkte, 1,9 Prozent mehr als am Freitag. International war der Dax größter Verlierer der wichtigsten Börsenindizes.
Im Jahresvergleich konnte keiner der 30 im Dax gelisteten Werte zulegen. Mit einem Minus von lediglich vier Prozent schnitten die Aktien von Adidas noch am besten ab. Das Schlusslicht bildeten die Titel des Finanzdienstleisters MLP, die fast 90 Prozent verloren. Schuld daran waren vor allem Gerüchte über Bilanztricks und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, Die angespannte Lage im Bankensektor lastete auf den Titeln der HypoVereinsbank, Commerzbank und Deutschen Bank. Auch bei den Versicherern Allianz und Münchener Rück, die sehr stark in Aktien investieren, ging die Krise der Weltbörsen direkt an die Substanz. Sowohl die Titel von Münchener Rück als auch die der Allianz verloren mehr als 60 Prozent.
Fast 97 Prozent legten im Mdax die Papiere von Puma zu. Wie Adidas profitierte der Sportartikel-Spezialist von der Fußballweltmeisterschaft in Asien und einer verstärkten Ausrichtung auf modische Schuhe und Kleidung.
Spektakuläre Kursgewinne von mehr als 130 Prozent verbuchten die ebenfalls im MDax gelisteten Titel von Schwarz Pharma. Der Monheimer Arzneimittelhersteller hatte im Oktober einen wichtigen Patenstreit um ein Magenmittel gegen den Konkurrenten AstraZeneca gewonnen. Im MDax beendeten neben Puma und Schwarz Pharma insgesamt weitere sechs Titel das Jahr mit Kurszuwächsen.
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