Dokumentation
Die Empfehlungen der Rürup-Kommission
Die Rürup-Kommission empfiehlt der Bundesregierung
kurzfristige Einsparungen von 24 Milliarden Euro bei den gesetzlichen
Krankenkassen. Damit könne der durchschnittliche Beitragssatz der
gesetzlichen Krankenkassen von etwa 14,4 Prozent um 2,4 Prozentpunkte
gesenkt werden.
Berlin - Nachfolgend die empfohlenen Einsparungen. Eine
Milliarde Euro Ausgaben entspricht etwa 0,1 Beitragssatzpunkten.
Krankengeld sollen die Bürger bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse
zusätzlich versichern. (7,5 Milliarden Euro)
Eine Reihe von Leistungen der Krankenkassen soll künftig
steuerfinanziert werden. Dies sind Leistungen bei Schwanger- und
Mutterschaft, Haushaltshilfen, Empfängnisverhütung künstliche
Befruchtung, Schwangerschaftsabbruch, Sterilisation, Krankengeld bei
Kindern, Beitragsfreiheit bei Bezug von Mutterschafts- oder
Erziehungsgeld und Sterbegeld. (Rund 4,5 Milliarden Euro)
Eine Ausweitung der Zuzahlungen soll den Kassen Einsparungen von
insgesamt mehr als 10 Milliarden Euro bringen und gleichzeitig
Anreize für eigenverantwortliches und kostenbewusstes Verhalten der
Versicherten bringen. Beim Besuch einer ambulanten Arztpraxis soll -
mit Ausnahme von Kindern, nach Unfällen oder im Rahmen von
Präventions- oder Chronikerprogrammen - eine Praxisgebühr von 15 Euro
fällig werden. Betroffen sind 70 Prozent aller 560 Millionen
Arztbesuche jährlich. (zwei Milliarden Euro)
Zuzahlungen zu Medikamenten, für die es gleichwertige, aber
preiswertere Alternativen gibt, sollen deutlich erhöht werden. Frei
verkäufliche Arzneien sollen komplett selbst bezahlt werden. (6
Milliarden Euro, davon 3,7 Milliarden bei den frei verkäuflichen
Mitteln)
Zuzahlungen zu Zahnersatz sollen um insgesamt 2,5 Milliarden Euro
steigen.
Die Preisbindung für Nachahmer-Medikamente (Generika) soll fallen.
(Zwei Milliarden Euro).
Die Kommission empfiehlt, die derzeitigen Beihilferegelungen für
Beamte durch ein Zuschusssystem zu ihren Krankenversicherungen zu
ersetzen.
Auf anderen Social Networks posten:
News verfolgen
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten: