Düsseldorf - Gerster habe Führungskräften über 60 nahe gelegt, in vorzeitigen Ruhestand zu gehen, und rückwirkend Altersteilzeit zu beantragen, berichtet die "Rheinische Post" in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf Kreise der Nürnberger Anstalt. Der BA-Chef habe außerdem gesagt, er wolle nur mit den Mitarbeitern an die Reform der Arbeitsverwaltung gehen, mit denen er die Reform auch abschließen könne.
Nach Informationen der Zeitung haben bereits drei Präsidenten von Landesarbeitsämtern und drei Unterabteilungsleiter der BA in Nürnberg das Angebot Gersters angenommen. Führungskräfte, die das Angebot verweigerten, würden für "unwichtige Sonderaufgaben" abgestellt, heißt es in dem Bericht weiter.
Der Umgang mit den älteren Mitarbeitern würde den eigenen Werbekampagnen zuwiderlaufen. Die BA versucht nämlich mit Slogans wie "Gute Zusammenarbeit ist keine Frage des Alters" oder "50 plus, die können es", den schlechten Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitnehmer entgegenzuwirken.
Während die BA zu dem Bericht bisher keine Stellungnahme abgab, äußerte sich Herrmann-Josef Arenz empört: "Gersters Vorgehen ist an Unglaubwürdigkeit nicht zu überbieten."
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