Wirtschaft



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26.06.2003
 

Metall-Arbeitskampf

Die Streikfront bröckelt

Im Streit um die 35-Stunden-Woche gibt die IG Metall offenbar langsam ihre starre Haltung auf. Im ZF-Werk in Brandenburg, von dem die BMW-3er-Produktion abhängt, wird Donnerstag wieder gearbeitet. Ab Freitagnachmittag soll wieder mit den Arbeitgebern verhandelt werden.

Streik vorerst zu Ende: ZF Getriebe Brandenburg
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AP

Streik vorerst zu Ende: ZF Getriebe Brandenburg

Sindelfingen/Potsdam - Der Streik bei ZF werde am Donnerstag ausgesetzt, sagte IG-Metall-Chef Klaus Zwickel. Nachdem sächsische Betriebe Haustarifverträge abgeschlossen hätten, bestehe die Gefahr, dass auch Betriebe wie das ZF-Getriebewerk Brandenburg in Potsdam oder VW in Zwickau dem Trend folgen würden, sagte der Gewerkschaftschef.

Nach Angaben von Frank Möhrer, Sprecher des Verbandes der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie (VSME), werden IG Metall und Arbeitgeber ihre Verhandlungen über eine Verkürzung der Arbeitszeit am Freitagnachmittag wieder aufnehmen. Zuvor solle sondiert werden, "ob und welche Elemente" für eine Lösung des Konflikts "zur Verfügung stehen könnten". Jede weitere tarifliche Angleichung an den Westen müsse an die wirtschaftliche Entwicklung des Ostens gekoppelt werden.

Hartmann Kleiner, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes VME für Berlin-Brandenburg wischte zuvor Hoffnungen auf eine Verständigung in Sachen 35-Stunden-Woche vom Tisch. "Der in der ostdeutschen Stahlindustrie erzielte Abschluss über eine Einführung der 35-Stunden-Woche bis 2009 ist mit Sicherheit kein Fundament für Verhandlungen".

Der Verbandschef warnte die Gewerkschaft außerdem davor, mit dem Abschluss weiterer Haustarifverträge für einzelne Firmen den Flächentarif in Ostdeutschland zu gefährden. "Die IG Metall kann insgesamt vielleicht noch zwei, drei Haustarifverträge einsammeln. Aber dann kann sie einen Flächentarifvertrag in den neuen Ländern abschreiben", sagte Kleiner.

Die Gewerkschaft hat sich nach eigenen Angaben in der laufenden Auseinandersetzung bereits mit acht ostdeutschen Betrieben auf Haustarife verständigt.

Heute keine Arbeit: Produktions-Stillstand bei BMW am Dienstag
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DPA

Heute keine Arbeit: Produktions-Stillstand bei BMW am Dienstag

Im Kampf um die 35-Stunden-Woche setzten am Dienstag etwa 9500 Arbeitnehmer ihre Streiks in Sachsen, Brandenburg und dem Ostteil Berlins fort. Erneut betroffen waren unter anderem das DaimlerChrysler-Werk im brandenburgischen Ludwigsfelde und der Autozulieferer ZF Getriebe in Brandenburg an der Havel. Wegen fehlender Lieferungen aus diesem Werk ruht in zwei bayerischen BMW-Werken seit Montag die Produktion, in einem dritten wurde sie eingeschränkt.

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