Wirtschaft



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25.06.2003
 

Ärger mit Bahn-Preisen

Mehdorn holt Mister Rosarot

Angesichts der heftigen Kritik am Preissystem der Deutschen Bahn will Konzernchef Hartmut Mehdorn nun mit Korrekturen aufwarten. Dazu hat er den Ex-Bahn-Vorstand Hemjö Klein verpflichtet, dessen Namen für einige gute Marketing-Ideen steht.

Altes Unternehmen, neuer Job: Berater Klein
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DPA

Altes Unternehmen, neuer Job: Berater Klein

Berlin - Klein berate die Bahn bei der Neustrukturierung ihres Preissystems, bestätigte ein Sprecher des Unternehmens eine entsprechende Meldung der "Wirtschaftswoche". Der 61 Jahre alte Klein war von 1982 bis 1993 Bahn-Vorstandsmitglied und unter anderem für die Einführung der BahnCard und das erste Segment eines kilometerunabhängigen Preissystems für die ICE-Züge verantwortlich. Von ihm stammte auch die Marketing-Idee der "Rosaroten Zeiten" mit Billigangeboten zu verkehrsschwachen Zeiten.

Vor und nach seiner Zeit bei der Bahn arbeitete Klein für die Deutsche Lufthansa. Anschließend versuchte er vergeblich, die Musicalfirma Stella zu retten. Zurzeit betreibt er eine Beteiligungsfirma in der Nähe von Frankfurt am Main.

Nach der heftigen Kritik an ihrem Mitte Dezember eingeführten Preissystem will die Bahn AG in der kommenden Woche kundenfreundliche Nachbesserungen im Aufsichtsrat präsentieren und anschließend in der Öffentlichkeit vorstellen.

Trotz fortdauernder Probleme im Fernverkehr und der Konjunkturflaute konnte die Bahn in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ihren Umsatz steigern. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbuchte das Unternehmen ein Plus von 2,3 Prozent. Wie am Mittwoch aus Unternehmenskreisen verlautete, bewegt sich die Verkehrsleistung trotz der Rückgänge im Personenfernverkehr auf Vorjahresniveau. Das nach wie vor mit hohen Verlusten kämpfende bundeseigene Unternehmen strebt dem Vernehmen nach an, beim Betriebsergebnis möglicherweise besser abzuschneiden als bisher geplant. Der für 2003 geplante Betriebsverlust von 220 Millionen Euro könnte nicht nur eingehalten, sondern sogar verbessert werden. Vom kommenden Jahr an will die Bahn AG wieder Gewinne einfahren.

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