Hauptstadt Berlin: Beschäftigung rückläufig
Berlin - Von 1998 bis 2002 habe die Beschäftigung in den Großstädten deutlich stärker zugenommen als im Durchschnitt des Landes, hieß es in der DIW-Studie. Mit Zuwachsraten zwischen acht und zehn Prozent wiesen München, Köln und Frankfurt am Main mit Abstand die höchste Dynamik auf. In Berlin dagegen ist den Wirtschaftsforschern zufolge die Beschäftigung um 2,5 Prozent zurück gegangen.
Als Träger des städtischen Wachstums machten die Forscher vor allem die überregionalen Dienstleistungen wie Finanz- und Beratungsdienste, Medien und Tourismus aus. Diese Branchen wüchsen um ein Vielfaches schneller als die gesamte Wirtschaft. So habe von 1998 bis 2002 die Beschäftigung bei überregionalen Dienstleistungen in Deutschland um 15 Prozent zugenommen - die Gesamtbeschäftigung dagegen nur um 1,3 Prozent.
Dabei gelang es Berlin unter den deutschen Großstädten der DIW-Studie zufolge am schlechtesten, den Verlust von Industriearbeitsplätzen durch neue Stellen im Dienstleistungsbereich zu kompensieren. Gleichwohl sei die Hauptstadt in einigen Bereichen führend, so bei der Werbung, den Wirtschaftsorganisationen und der Film- und Fernsehwirtschaft. Dagegen ging etwa bei den Kreditinstituten und Versicherungen die Beschäftigung in Berlin um jeweils zehn Prozent zurück.
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