London - Die Vorwürfe gegen Lee Amaitis, 53, waren nicht von Pappe. Der Cantor-Präsident habe ihn sechs Monate lang Obszönitäten an den Kopf geworfen, sagte Horkulak vor dem Londoner High Court. Amaitis habe ihn angeschrien, er werde ihn in Stücke reißen oder den Kopf abreißen. Mit einem Beispiel illustrierte Horkulak die verbalen Ausfälle seines Chefs. Als er wegen des Todes seiner Mutter - diese war an Krebs gestorben - um Urlaub bat, soll Amaitis gefragt haben, ob denn nun eine "verdammte Epidemie" ausgebrochen sei. Zeitgleich war nämlich die Frau eines anderen Angestellten an Leukämie gestorben. Amaitis bestreitet, solche Worte jemals in den Mund genommen zu haben.
Die Richter des High Court gaben Horkulaks Mobbing-Klage statt und sprach ihm 912.000 Pfund Schadenersatz zu. Cantor Fitzgerald will gegen das Urteil in Berufung gehen. Horkulak war Generaldirektor bei Cantor, er wurde im Juni 2000 entlassen - drei Monate bevor sein Vertrag auslief. Die Firma hatte die Entlassung mit dem Hinweis auf Persönlichkeitsprobleme Horkulaks begründet.
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