Essen - Wenn beispielsweise der Partner stirbt oder pflegebedürftig wird, sollen homosexuelle Mitarbeiter die gleichen Leistungen bekommen wie alle anderen Kollegen. Eine Gesamtbetriebsvereinbarung setze die vollständige rechtliche Gleichstellung um, teilte Karstadt am Donnerstag in Essen mit.
Dies gelte auch für die Gehaltsfortzahlung im Sterbefall und für betriebliche Leistungen für Witwen und Witwer. Die Entscheidung sei richtungsweisend und beende die Benachteiligung Homosexueller in der Arbeitswelt.
Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland begrüßte die Vereinbarung bei Karstadt. "Die Firmen schließen damit eine Lücke, die der Gesetzgeber noch nicht geschlossen hat", sagte Verbandssprecher Klaus Jetz gegenüber SPIEGEL-ONLINE. Es gebe schon mehrere große Unternehmen in Deutschland, die diesen Schritt mit betrieblichen Vereinbarungen vorweg genommen hätten. Dazu gehörten Ford, die Deutsche Bahn und die Lufthansa.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH