Wirtschaft



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26.09.2003
 

Folgen der Rezession

Armut in den USA breitet sich aus

Ein Jahr nach der letzten Rezession in den USA sind die Spätfolgen für die unteren Einkommensschichten immer noch deutlich spürbar. Das Einkommensniveau ist bereits das zweite Jahr in Folge gesunken.

Kosten für Miete, Transport und Ausbildung sind stark angestiegen: Obdachloser in Washington
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AFP

Kosten für Miete, Transport und Ausbildung sind stark angestiegen: Obdachloser in Washington

Washington - Die Zahl der als arm eingestuften Amerikaner stieg von 11,7 Prozent im Jahr 2001 auf 12,1 Prozent im Jahr 2002, teilte die Statistikbehörde am Freitag mit. Demnach waren im vergangenen Jahr 34,6 Millionen Amerikaner arm - 1,7 Millionen mehr als noch im Vorjahr.

Als arm gilt in den USA eine vierköpfige Familie mit einem jährlichen Gesamteinkommen von umgerechnet 15.700 Euro. Von den Kindern zählten im Jahr 2002 16,7 Prozent zu den Armen, gegenüber 16,3 Prozent im Jahr zuvor.

Experten kritisierten, die Zahl der armen Menschen in den USA sei in Wirklichkeit noch weit größer, da die Statistikbehörde ein Berechnungsverfahren aus den sechziger Jahren benutze. Darin werde unter anderem der Aufwand für Nahrungsmittel hervorgehoben. Diese seien inzwischen deutlich billiger geworden, dagegen müssten die Amerikaner deutlich mehr Geld für Miete, Transport und Ausbildung ausgeben.

Die Nationale Akademie für Wissenschaft schätzte, dass die Armutsgrenze heute 45 Prozent höher angesetzt werden müsste. Das würde bedeuten, dass noch einige Millionen mehr Amerikaner unter die Armutsgrenze fallen.

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